DAX: Stabilisierung nach Absturz
Nach einer der schwächsten Handelswochen des Jahres wagen sich die Käufer zurück aufs Parkett. Der deutsche Leitindex startete am Montag mit Gewinnen in den Handel und kämpft um eine Rückeroberung der Marke von 24.000 Punkten. Doch angesichts des eskalierenden Iran-Konflikts und explodierender Ölpreise bleibt die Lage fragil: Handelt es sich um eine nachhaltige Bodenbildung oder nur um ein kurzes Aufbäumen vor dem nächsten Rücksetzer?
Geopolitik diktiert das Geschehen
Auslöser der aktuellen Nervosität ist die militärische Eskalation im Nahen Osten. Seit Ende Februar sorgen koordinierte Maßnahmen gegen die iranische Infrastruktur für massive Verunsicherung an den Märkten. Die unmittelbare Folge ist ein Preisschock am Rohstoffmarkt: Der Preis für die Nordseesorte Brent kletterte auf den höchsten Stand seit fast zwei Jahren und notierte zuletzt bei 92,69 US-Dollar – ein Anstieg von rund 28 Prozent innerhalb einer Woche.
Marktbeobachter warnen vor den konjunkturellen Folgen. Ein dauerhaft hoher Ölpreis wirkt wie eine zusätzliche Steuer auf die Wirtschaft und könnte die Europäische Zentralbank bei geplanten Zinssenkungen ausbremsen. Analysten von Barclays skizzieren bereits ein Szenario, in dem der Ölpreis bei anhaltendem Konflikt auf 120 Dollar steigen könnte.
Sektorrotation und Problemfälle
Diese Gemengelage führt zu einer klaren Zweiteilung im DAX. Während Chemie- und Touristikwerte unter den hohen Energiekosten leiden, profitieren Rüstungstitel und Energiewerte von der Krisenstimmung.
Abseits der Makroökonomie belasten hausgemachte Probleme einzelner Schwergewichte den Index. Der Logistikkonzern DHL und das Pharmaunternehmen Merck enttäuschten zuletzt mit verhaltenen Ausblicken, was die Aktien deutlich unter Druck setzte. Merck bereitet Anleger auf einen Ergebnisrückgang vor, bedingt durch Patentverluste und Währungseffekte. Zusätzlich trüben Meldungen über Qualitätsmängel bei Rumpfteilen die Stimmung beim Flugzeugbauer Airbus.
Der Blick nach vorne
Technisch betrachtet steht der DAX an einer entscheidenden Wegmarke. Nach dem Wochenverlust von 6,7 Prozent in der Vorwoche dient der Bereich um 23.476 Punkte als wichtige Unterstützung, während auf der Oberseite die Hürde bei 24.272 Punkten liegt.
Für die weitere Richtung dürften am Dienstag konkrete Unternehmenszahlen sorgen. Mit den Jahresberichten von Volkswagen und Hugo Boss sowie den Quartalszahlen von BioNTech erhalten Anleger wichtige Einblicke in die tatsächliche Verfassung der Unternehmen abseits der politischen Börsen. Sollte sich die geopolitische Lage nicht weiter zuspitzen, könnte die aktuelle Bewertung als Einstiegschance genutzt werden.
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