DAX: Feiertagsflaute bremst Schwung
Der deutsche Leitindex tut sich am Montag weiterhin schwer mit der psychologisch wichtigen 25.000-Punkte-Marke. Zum Handelsstart hatte der DAX noch leicht im Plus bei 24.989 Punkten eröffnet und konnte kurzzeitig sogar die 25.000er-Schwelle durchbrechen. Am Nachmittag rutschte er dann jedoch wieder ins Minus und pendelte gegen 14 Uhr bei rund 24.916 Zählern – praktisch unverändert zum Freitags-Schluss.
Der Hauptgrund für die Orientierungslosigkeit liegt auf der Hand: Feiertagsbedingt bleiben die US-Börsen geschlossen. Auch aus Asien kommen kaum Impulse, da in China wegen des Neujahrsfestes nicht gehandelt wird. Der ohnehin dünne Handel sorgt dafür, dass sich der DAX ohne transatlantische Unterstützung nicht über die entscheidende Marke traut.
Siemens drückt, Telekom stützt
Auf Einzeltitelebene belastet vor allem das Index-Schwergewicht Siemens mit einem Minus von 4,2 Prozent. Nach dem Kurssprung auf ein Rekordhoch am vergangenen Donnerstag setzen Gewinnmitnahmen dem Münchner Industriekonzern zu – trotz zuvor präsentierter beeindruckender Geschäftszahlen.
Im Gegenzug stützt die Deutsche Telekom mit einem Plus von 1,9 Prozent. Der jüngste Aufwärtsschwung bei den Bonnern setzt sich damit fort. Auch Heidelberg Materials zeigt sich mit einem Anstieg von 2,0 Prozent fest. JPMorgan dämpfte Sorgen rund um den Emissionshandel und beruhigte damit die Gemüter bei dem Baustoffwert.
KI-Angst wechselt die Sektoren
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Die Verunsicherung durch künstliche Intelligenz bleibt ein bestimmendes Thema – allerdings verlagern sich die Sorgen zunehmend in neue Branchen. Nachdem zunächst die Softwarebranche unter Druck geriet, traf es zuletzt Logistik- und Finanzdienstleister. Flatexdegiro verlor am Montag 5,4 Prozent, nachdem Exane BNP Paribas die Einstufung auf "Neutral" gesenkt hatte. Die Angst vor disruptiven KI-Veränderungen im Bereich der Vermögensverwaltung macht auch etablierten Online-Brokern zu schaffen.
Auf der Gewinnerseite stehen dafür jene Unternehmen, die als Dienstleister von der KI-Welle profitieren: Siemens Energy, Hochtief und Heidelberg Materials verzeichnen volle Auftragsbücher durch den Boom beim Bau von Rechenzentren. Hochtief kletterte sogar auf ein neues Rekordhoch und legte 3,4 Prozent zu.
JPMorgan-Stratege Mislav Matejka warnt Investoren vor allem vor Software-, Dienstleistungs- und Medienaktien, die besonders von "KI-Kannibalisierung" bedroht seien. Die Erkenntnis setzt sich durch: Selbst langjährig etablierte Geschäftsmodelle sind nicht vor technologischen Umwälzungen gefeit.
Analyst Matthew Britzman von Hargreaves Lansdown sieht den ruhigen Montag ohne US-Handel allerdings durchaus positiv: Nach den heftigen KI-bedingten Schwankungen der Vorwoche käme vielen Anlegern die Atempause gelegen. Wichtigere konjunkturelle Signale aus den USA und Europa werden erst im weiteren Wochenverlauf erwartet.
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