DAX: 25.000er-Hürde im Fokus
Der DAX versucht sich erneut an der psychologisch wichtigen Marke von 25.000 Punkten. Am Dienstag schloss das deutsche Börsenbarometer bei 24.998 Punkten – knapp unterhalb dieser Schwelle. Der vorbörsliche Handel am Mittwoch deutet mit einem Plus von 0,3 Prozent auf 25.074 Zähler jedoch darauf hin, dass ein neuerlicher Anlauf gelingen könnte.
Seit Mitte Januar kämpft der Index mit diesem Widerstand. Zwar gelang es ihm zwischenzeitlich, bis auf 25.239 Punkte vorzustoßen, doch zum Handelsschluss konnte er sich bislang nur an einem einzigen Tag über der runden Marke halten. Das Problem: Die Anschlusskäufe blieben aus. Kapitalmarktexperte Martin Utschneider vom Broker RoboMarkets sieht den DAX mittelfristig in einer Konsolidierung, während der langfristige Aufwärtstrend intakt bleibe.
Bayer-Aktie sorgt für Bewegung
Ein Sonderfall im DAX ist derzeit Bayer. Die Aktie des Pharma- und Agrarchemiekonzerns schnellte am Dienstag um 7,4 Prozent nach oben und erreichte damit den höchsten Stand seit Herbst 2023. Auslöser war ein Sammelvergleich der US-Tochter Monsanto zu Klagen rund um das Unkrautvernichtungsmittel Roundup. Bis zu 7,25 Milliarden Dollar soll die Einigung kosten.
Bayer erhöht dafür seine Rückstellungen von 7,8 auf 11,8 Milliarden Euro. Allein 9,6 Milliarden davon entfallen auf Glyphosat-bezogene Fälle. Der Konzern verschiebt die für kommende Woche geplante Bilanzpressekonferenz auf den 4. März und rechnet 2026 mit einem negativen Cashflow. Eine Kreditlinie über 8 Milliarden Dollar soll die unmittelbare Finanzierung der Vergleiche sowie bestimmter Anleihefälligkeiten sicherstellen.
JPMorgan-Analyst Richard Vosser bleibt trotz des Kursanstiegs vorsichtig. Er sieht noch Unsicherheiten und rechnet nicht damit, dass sich die Aufwärtsdynamik nahtlos fortsetzt. Der Sammelvergleich muss zudem noch vom Gericht genehmigt werden. Parallel dazu läuft ein weiteres wichtiges Verfahren: Der Oberste Gerichtshof der USA hat für den 27. April eine Anhörung im Fall des Klägers John Durnell angesetzt – ein Prozess, der laut Bayer entscheidend sein könnte, um erhebliche Schadenersatzurteile aufzuheben.
Wenig Impulse von außen
Die internationalen Märkte lieferten am Mittwoch keine klaren Vorgaben. In Tokio legte der Nikkei 225 um 1,2 Prozent zu, gestützt von positiven Exportdaten. Japans Ausfuhren stiegen so stark wie seit mehr als drei Jahren nicht mehr. Die chinesischen Börsen blieben hingegen wegen des Neujahrsfests geschlossen.
An der Wall Street herrschte am Dienstag Zurückhaltung. Der Dow Jones schloss minimal im Plus bei 49.533 Punkten. Sorgen über die disruptiven Auswirkungen Künstlicher Intelligenz auf die Software-Branche dämpften die Stimmung. Technologiewerte blieben unter Beobachtung, während Anleger auf das Fed-Protokoll der jüngsten Sitzung warteten, das am Mittwoch veröffentlicht wird.
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