D-Wave Quantum startet mit einer Mischung aus technologischem Rückenwind und deutlichen Bewertungsfragen ins Jahr 2026. Die Aktie hat sich in den vergangenen Sitzungen um rund 6,5 % abgeschwächt und spiegelt damit die Unsicherheit in einem ohnehin volatilen Quantum-Computing-Sektor wider. Im Zentrum steht eine Übernahme, die das Geschäftsmodell grundlegend erweitert – aber die Diskrepanz zwischen Umsatzbasis und Börsenwert bleibt groß.

Dual-Plattform-Strategie nach Übernahme

Am 20. Januar hat D-Wave die Übernahme von Quantum Circuits Inc. abgeschlossen. Damit positioniert sich das Unternehmen als nach eigenen Angaben erster Anbieter, der sowohl Annealing- als auch Gate-basiertes Quantencomputing unter einem Dach vereint.

Kernpunkte der neuen Aufstellung:

  • Annealing-Systeme: Bereits kommerziell im Einsatz, Kundenanwendungen laufen produktiv.
  • Gate-Model-Systeme: Entwicklungszeitplan wird durch die Quantum-Circuits-Übernahme deutlich verkürzt.
  • Kombiniertes Angebot: Ziel ist es, ein breites Spektrum komplexer Rechenprobleme adressieren zu können.

Ein erstes Gate-Model-System soll später im Jahr 2026 verfügbar sein. Auf der Qubits-2026-Konferenz am 27. und 28. Januar in Boca Raton will D-Wave die aktualisierte Produkt-Roadmap im Detail vorstellen.

Umsatzbasis bleibt klein

Trotz der strategischen Fortschritte sind die absoluten Zahlen bislang überschaubar. In den ersten drei Quartalen 2025 erzielte D-Wave weniger als 22 Millionen US-Dollar Umsatz. Analystenschätzungen für das Gesamtjahr 2025 liegen bei rund 26 Millionen US-Dollar. Das entspricht zwar einem mehr als dreifachen Wachstum gegenüber früheren Jahren, bleibt aber gemessen an der Börsenbewertung gering.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei D-Wave Quantum?

Die Marktkapitalisierung wird aktuell mit etwa 9,0 bis 9,7 Milliarden US-Dollar angegeben. Daraus ergibt sich ein sehr hohes Verhältnis von Börsenwert zu Umsatz, das deutliche Wachstumsfantasie im Kurs widerspiegelt.

Bewertung und Analystensicht

Auf Analystenseite zeigt sich ein gemischtes Bild. Rosenblatt hat am 8. Januar das Kursziel von 40 auf 43 US-Dollar angehoben und bleibt bei einer Kaufempfehlung. Gleichzeitig verweisen andere Marktbeobachter auf die Lücke zwischen heutigen Erlösen und den im Kurs eingepreisten Erwartungen.

Wichtige Kennzahlen im Überblick:

  • Marktkapitalisierung: ca. 9,0 Mrd. US-Dollar
  • 52-Wochen-Spanne: 4,45 bis 46,75 US-Dollar
  • Durchschnittliches Tagesvolumen: 38 Mio. Aktien
  • Bruttomarge: 82,82 %

Trotz hoher Bruttomarge ist die Profitabilität in weiter Ferne. Der aktuelle Konsens geht davon aus, dass D-Wave frühestens um 2030 die Gewinnschwelle erreicht.

Technisches Bild unter Druck

Charttechnisch hat die Aktie deutlich vom Hoch aus Oktober 2025 bei 46,75 US-Dollar korrigiert. In den jüngsten Sitzungen fiel der Kurs von 27,43 auf 25,64 US-Dollar, was einem Rückgang von 6,54 % entspricht. Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen von rund 38 Millionen Aktien unterstreicht, dass die Aktie sowohl bei privaten als auch institutionellen Marktteilnehmern stark gehandelt wird.

Chancen und Risiken des Modells

Mit der Übernahme von Quantum Circuits hat D-Wave eine technologische Differenzierung im Quantum-Computing-Bereich aufgebaut. Das Unternehmen deckt nun sowohl Annealing- als auch Gate-basierte Systeme ab und nimmt damit eine besondere Position in der Branche ein. Mehr als 200 Millionen Probleme wurden nach Unternehmensangaben bislang auf die D-Wave-Systeme eingereicht, was auf eine reale Nutzung der Plattformen hinweist.

Demgegenüber steht eine noch sehr kleine Umsatzbasis bei einer Bewertung im Milliardenbereich – ein Spannungsfeld, das ein hohes Ausführungsrisiko mit sich bringt. Zusätzlich ist der gesamte Quantum-Computing-Sektor von offenen Fragen zu Zeitplan und Umfang kommerzieller Anwendungen geprägt. Die nächsten Meilensteine, insbesondere die Vorstellung der Produkt-Roadmap auf der Qubits-Konferenz und die weitere Umsatzentwicklung im Laufe von 2026, werden entscheidend dafür sein, ob die aktuellen Wachstumserwartungen tragfähig bleiben.

D-Wave Quantum-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue D-Wave Quantum-Analyse vom 25. Januar liefert die Antwort:

Die neusten D-Wave Quantum-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für D-Wave Quantum-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

D-Wave Quantum: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...