Die italienische Großbank erhält Erlaubnis zur Aufstockung ihrer Commerzbank-Beteiligung auf bis zu 29,9 Prozent, wobei für weitere Schritte zusätzliche Genehmigungen erforderlich sind.


Die Europäische Zentralbank (EZB) hat der italienischen Großbank UniCredit grünes Licht gegeben, ihren Anteil an der Commerzbank auf bis zu 29,9 Prozent zu erhöhen. Diese Entwicklung ließ den Kurs der Commerzbank-Aktie am Handelstag zeitweise um 1,51 Prozent auf 23,52 Euro steigen, während die Papiere von UniCredit in Mailand parallel um etwa ein Prozent auf 50,55 Euro nachgaben. Die italienische Bankengruppe kontrolliert bereits rund 28 Prozent der Anteile am deutschen Kreditinstitut - davon 9,5 Prozent direkt über Aktien und weitere 18,5 Prozent über Finanzinstrumente.

Übernahme noch nicht in Sicht

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Trotz der EZB-Genehmigung deutet UniCredit an, dass weitere Schritte sorgfältig abgewogen werden. Mehrere zusätzliche Genehmigungen stehen noch aus, bevor die derzeit über Derivate gehaltenen 18,5 Prozent in physische Aktien umgewandelt werden können - unter anderem vom Bundeskartellamt. Der ursprünglich angedachte Zeitplan für eine Entscheidung über eine mögliche Zusammenführung beider Banken dürfte sich nach Angaben von UniCredit nun deutlich über das Jahr 2025 hinaus erstrecken. Die italienische Bank betont, dass sie zunächst einen konstruktiven Dialog mit der neuen deutschen Regierung nach deren Bildung anstrebt. Als Anteilseigner zeigt sich UniCredit zufrieden, dass ihr Investment bereits positive Veränderungen bei der Commerzbank bewirkt habe, die zusammen mit optimistischeren Prognosen für die deutsche Wirtschaft zu einem erheblichen Kursanstieg der Bank-Aktie geführt hätten. Allerdings bleibe abzuwarten, ob dieser Preisanstieg gerechtfertigt und nachhaltig sei. Die Commerzbank selbst erklärte, dass sich durch die EZB-Genehmigung an der grundlegenden Situation nichts ändere und man weiterhin auf die eigene Strategie fokussiert bleibe.

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