Commerzbank Aktie: Luft raus
Nach der massiven Rallye des Vorjahres gerät der Motor der Frankfurter Großbank zum Jahresstart 2026 ins Stottern. Während der Gesamtmarkt freundlich tendiert, kämpft das Papier mit wichtigen charttechnischen Widerständen und zunehmend skeptischen Analystenstimmen. Ist die große Übernahme-Fantasie bereits vollständig eingepreist?
Rücksetzer unter wichtige Marke
Der Start in das Börsenjahr verläuft holprig. Mit einem aktuellen Kurs von 35,80 Euro rutschte der Titel unter die psychologisch relevante Marke von 36 Euro. Während andere DAX-Werte zulegen konnten, nahmen Anleger hier Gewinne mit. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 41,58 Euro, das erst Ende Dezember markiert wurde, hat sich mittlerweile auf fast 14 Prozent ausgeweitet.
Die aktuellen Eckdaten verdeutlichen die angespannte Lage:
- Kursentwicklung: Seit Jahresanfang (YTD) verlor das Papier bereits 1,65 Prozent an Wert.
- Trend: Der Kurs nähert sich dem 50-Tage-Durchschnitt bei 34,47 Euro an, der als nächste Unterstützung dient.
- Nervosität: Die annualisierte Volatilität von über 68 Prozent zeigt, wie unruhig der Handel verläuft.
Analysten treten auf die Bremse
Ein wesentlicher Belastungsfaktor ist die mittlerweile sportliche Bewertung. Ein Blick auf die aktuellen Einschätzungen der großen Investmentbanken zeigt, dass der Kurs die fundamentalen Ziele weitgehend erreicht oder überschritten hat.
Goldman Sachs sieht den fairen Wert lediglich bei 35,50 Euro, während JPMorgan das Ziel sogar nur auf 33 Euro beziffert. Beide Häuser bleiben bei einer neutralen Haltung. Selbst optimistischere Stimmen wie Deutsche Bank Research (Kursziel 37 Euro) sehen vom aktuellen Niveau aus nur noch minimales Potenzial. Das Marktsentiment deutet darauf hin, dass ohne neue operative Impulse oder konkrete Übernahme-News die Luft für weitere Kurssteigerungen dünn wird.
Der UniCredit-Faktor bremst
Der zentrale Kurstreiber bleibt die Situation rund um die italienische UniCredit. Die Großbank hält mittlerweile eine Gesamtbeteiligung von rund 28 Prozent (via Aktien und Derivate). Zwar liegt die behördliche Genehmigung für eine Aufstockung auf bis zu 29,99 Prozent vor, doch dieser finale Schritt blieb bislang aus.
Die Situation gleicht einer Hängepartie: Auf der einen Seite steht die "Commerzbank 2027"-Strategie von CEO Bettina Orlopp, die auf Eigenständigkeit pocht. Auf der anderen Seite lauert die latente Übernahme-Fantasie aus Mailand. Diese Konstellation stützt den Kurs zwar nach unten, deckelt ihn jedoch gleichzeitig, da Anleger unsicher sind, ob und wann die Italiener die kritische 30-Prozent-Schwelle für ein Pflichtangebot überschreiten.
Solange UniCredit keine Fakten schafft, droht die im Kurs enthaltene "M&A-Prämie" langsam zu entweichen. Für die kommenden Wochen wird entscheidend sein, ob die charttechnische Unterstützung im Bereich von 34,50 Euro hält. Ein Bruch dieser Marke würde das kurzfristige Bild deutlich eintrüben.
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