Cardano meldet sich zum Jahresauftakt mit einem klaren technischen Signal zurück. Nach Monaten unter Druck hat ADA einen wichtigen Abwärtstrend nach oben verlassen und damit die Stimmung in der Community deutlich aufgehellt. Entscheidend ist nun, ob der Coin dieses frische Momentum in einen nachhaltigen Aufwärtstrend umwandeln kann.

Technischer Ausbruch über zentralen Widerstand

ADA notiert aktuell bei 0,41 US‑Dollar und liegt damit knapp über seinem 50‑Tage-Durchschnitt von 0,40 US‑Dollar. Auf Wochensicht ergibt sich ein Plus von rund 12 %, seit Jahresbeginn sind es gut 15 %. Damit hat sich der Coin spürbar von seinem jüngsten Jahrestief bei 0,33 US‑Dollar abgesetzt.

Charttechnisch ist der Sprung aus einem fallenden Keil von Bedeutung – ein Muster, das in der Regel als bullisch gilt. Mit dem Durchbruch über das zuvor hartnäckige Widerstandsniveau um 0,40 US‑Dollar wurde ein zentraler Bereich zurückerobert, der nun als Unterstützung fungieren kann. Der relevante Unterstützungsbereich erstreckt sich grob zwischen 0,28 und 0,40 US‑Dollar.

Der Rate-of-Change-Indikator (ROC) signalisiert mit einem positiven Wert von 8,56 weiterhin Aufwärtsdynamik, zeigt aber bereits nachlassende Kraft. Der RSI von 32,5 unterstreicht, dass ADA trotz der jüngsten Erholung noch nicht überhitzt ist. Insgesamt spricht das Bild für eine beginnende Erholung, allerdings ohne Übertreibung.

Derivativesignale und Marktstimmung

Auch im Derivatemarkt zeigt sich ein vorsichtig konstruktives Bild. In den vergangenen 24 Stunden summierten sich die Liquidationen auf rund 1,5 Millionen US‑Dollar. Auffällig: Mit knapp 979.000 US‑Dollar entfiel der größere Teil auf Long-Positionen, während Shorts rund 525.000 US‑Dollar beitrugen.

Kurzfristig dominierten ebenfalls Long-Liquidationen in den 1‑ und 4‑Stunden-Zeiträumen. Das deutet darauf hin, dass viele Trader eher auf steigende Kurse setzen und dabei gelegentlich zu aggressiv positioniert sind. Diese bullische Grundhaltung passt zum technischen Ausbruch, macht den Markt aber zugleich anfälliger für kurzfristige Rücksetzer.

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Parallel dazu hat sich die Stimmung in der Community deutlich aufgehellt. Laut CoinGecko bewerten 94 % der Teilnehmer die Perspektiven von Cardano derzeit positiv. Diese optimistische Grundtendenz speist sich aus mehreren konkreten Entwicklungen im Ökosystem.

Ökosystem-Zuwachs und institutionelle Fantasie

Auf der Fundamentalseite punktet Cardano mit neuen Integrationen und Ertragsmöglichkeiten:

  • Die Integration des Stablecoins USDC in die Wanchain-Cardano-Bridge erweitert die DeFi-Anbindung und verbessert die Möglichkeiten für Cross-Chain-Liquidität.
  • Die Börse Bitrue hat ein hochverzinstes Earn-Programm für ADA gestartet, was zusätzliche Anreize für Staking und langfristiges Halten schafft.

Für institutionelle Anleger bleibt vor allem ein Thema spannend: der vorgeschlagene Grayscale ADA ETF, der im Februar 2025 bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht wurde. Sollte dieser börsengehandelte Fonds grünes Licht erhalten, könnten klassische Brokerkunden ADA über etablierte Strukturen handeln – mit Coinbase und BNY Mellon als Verwahrstellen. Dieses potenzielle Vehikel gilt als ein wesentlicher mittel- bis langfristiger Katalysator.

Langer Weg zurück zu alten Höhen

Trotz der jüngsten Erholung bleibt der Blick in den Rückspiegel ernüchternd. Im Jahresvergleich liegt ADA rund 64 % unter dem Kursniveau von etwa 1,09 US‑Dollar vor einem Jahr. Vom Allzeithoch bei 3,10 US‑Dollar aus dem September 2021 ist der Coin sogar etwa 87 % entfernt.

Diese deutliche Distanz zu früheren Spitzenkursen setzt die aktuelle Bewegung in Perspektive: Charttechnisch handelt es sich bislang eher um eine Erholungsphase innerhalb eines großen Abwärtstrends als um einen bestätigten neuen Bullenmarkt.

Fundamental bleibt Cardano als Proof-of-Stake-Plattform solide aufgestellt. Externe Auditoren attestieren dem Netzwerk eine Sicherheitsbewertung von 77 %, bei vollständiger Audit-Abdeckung der Plattform. Ein laufendes Bug-Bounty-Programm mit Prämien von bis zu 10.000 US‑Dollar über Immunefi soll zusätzliche Anreize für das Aufspüren von Schwachstellen schaffen. Die Entwicklung bleibt forschungsgetrieben und wird von den bekannten Organisationen Input Output Global (IOG), Cardano Foundation und Emurgo koordiniert.

Entscheidende Marken für die nächsten Wochen

Für die weitere Kursentwicklung rückt kurzfristig vor allem die Zone um 0,45 US‑Dollar in den Fokus. Ein überzeugender Ausbruch oberhalb dieser Marke würde den Weg in Richtung des nächstgrößeren Widerstandsbereichs um 0,60 US‑Dollar öffnen. Auf der Unterseite gilt: Ein Rückfall unter rund 0,40 US‑Dollar würde das frische technische Signal deutlich abschwächen und die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Tests der tieferen Unterstützungszone zwischen 0,28 und 0,33 US‑Dollar erhöhen.

Damit ist der aktuelle Ausbruch ein erster, aber noch kein endgültiger Wendepunkt. In den kommenden Wochen wird sich zeigen, ob ADA das Zusammenspiel aus technischer Erholung, positiver Derivatedynamik und Ökosystem-Impulsen in einen stabileren Aufwärtstrend überführen kann.

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