Cardano: Spannende Gemengelage
Cardano steht heute an einer technischen Schlüsselmarke. Während der Gesamtmarkt von Unsicherheit geprägt ist und Bitcoin in der Nähe von 92.000 US‑Dollar pendelt, versucht ADA, ein zentrales Unterstützungsniveau zu verteidigen. Parallel dazu kaufen große Investoren auffällig stark zu – obwohl die Stimmung in der Breite eher skeptisch ist. Wie belastbar ist dieses Gegengewicht aus „starken Händen“ gegen den aktuellen Druck auf den Kurs?
Wichtige Marke im Fokus
ADA notiert aktuell bei rund 0,39 US‑Dollar. Auf Wochensicht hat der Coin spürbar nachgegeben, auf Monatssicht liegt er moderat im Minus, seit Jahresanfang aber im Plus. Besonders auffällig: Der Kurs liegt fast 55 % unter dem 52‑Wochen‑Hoch, aber noch klar über dem jüngsten Jahrestief – ein Hinweis auf eine angeschlagene, aber noch nicht gebrochene Struktur.
Charttechnisch gilt der Bereich um 0,38 US‑Dollar als zentrale Unterstützung. Kurzfristig orientierte Trader schauen genau auf diese Zone:
- Hält die Unterstützung, rücken laut Analystenszenarien zunächst rund 0,436 US‑Dollar als nächster Widerstand in den Fokus. Ein Ausbruch darüber könnte den Weg in Richtung 0,45 bis 0,48 US‑Dollar eröffnen.
- Fällt die Marke dagegen klar, deuten technische Indikatoren auf weiteres Abwärtspotenzial hin, mit möglichen Zielen im Bereich um 0,34 US‑Dollar.
Der RSI über 14 Tage liegt mit 32,5 bereits nahe am überverkauften Bereich. Zusammen mit einer für Kryptowährungen typischen, aber erhöhten 30‑Tage‑Volatilität von gut 60 % unterstreicht das die aktuell nervöse Marktlage.
On-Chain-Daten: Große Adressen kaufen zu
Unter der Oberfläche zeigt sich ein anderes Bild als im Kursverlauf. On‑Chain‑Daten deuten auf eine deutliche Zunahme der Bestände großer Adressen hin.
Zwischen dem 8. und 13. Januar 2026 haben Wallets mit Beständen zwischen 10 und 100 Millionen ADA etwa 180 Millionen ADA akkumuliert. Eine andere Gruppe hat im gleichen Zeitraum rund 50 Millionen Token abgegeben. In Summe ergibt sich damit ein klar positives Netto-Saldo zugunsten der großen Halter.
Marktbeobachter werten dieses Verhalten als gezielte Nutzung des Kursrückgangs für Zukäufe. Die Diskrepanz zwischen schwachem Kurs und steigenden Großinvestoren-Beständen ist ein klassisches Signal dafür, dass zumindest ein Teil des Marktes mittelfristig auf höhere Kurse setzt.
Derivatemarkt und Stimmung
Am Derivatemarkt zeigt sich ein gemischtes Bild:
- Die Long/Short‑Ratio liegt bei 1,33 und damit auf dem höchsten Stand seit vier Wochen. Trotz rückläufiger Notierungen positionieren sich also mehr Trader auf der Long‑Seite und spekulieren auf eine Gegenbewegung.
- Gleichzeitig bleiben die Funding‑Raten negativ. Short‑Positionen zahlen also weiterhin an Long‑Positionen – ein Muster, das typischerweise mit überwiegend bärischer Stimmung im Perpetual‑Futures‑Handel einhergeht.
- Die „Social Dominance“ von Cardano ist auf 0,037 % gefallen, den niedrigsten Wert seit Dezember 2025. Historisch wurden Phasen sehr geringer Aufmerksamkeit häufig in der Nähe von lokalen Tiefpunkten gesehen, wenn der Hype bereits abgeklungen ist.
In Summe entsteht ein Spannungsfeld: Der sichtbare Pessimismus im Sentiment trifft auf zunehmende Positionierung für eine mögliche Erholung.
Politik und Produkte: Was zusätzlich wirkt
Neben der reinen Kurs- und On‑Chain‑Perspektive sorgen zwei Entwicklungen für Gesprächsstoff rund um Cardano.
Hoskinson kritisiert US‑Politik
Cardano‑Gründer Charles Hoskinson hat sich heute deutlich zur US‑Kryptopolitik geäußert. Er kritisierte öffentlich Vorschläge von Donald Trump und bezeichnete sie als „extractive“. Nach seiner Einschätzung könnten diese Maßnahmen eher Kapital aus der Blockchain‑Industrie abziehen, anstatt Innovation zu fördern.
Die Aussagen fallen in eine Phase, in der der Markt die Einführung des Trump‑nahen Lending‑Protokolls „World Liberty Financial“ einordnet. Die Kritik Hoskinsons setzt damit einen politischen Akzent in einer ohnehin sensiblen Regulierungsdebatte.
Institutioneller Zugang über Grayscale
Auf der institutionellen Seite rückt Grayscale in den Fokus. Der Vermögensverwalter hat bei der US‑Börsenaufsicht SEC einen Antrag eingereicht, Optionshandel auf den Grayscale Digital Large Cap Fund (GDLC) zuzulassen. In diesem Korb sind neben Bitcoin, Ethereum, Solana und XRP auch ADA enthalten.
Eine Genehmigung wäre einer der ersten Fälle, in denen Optionen auf einen Multi‑Asset‑Krypto‑Fonds in den USA handelbar würden. Das könnte die Marktbreite und Liquidität für die enthaltenen Coins, einschließlich Cardano, strukturell erhöhen – vorausgesetzt, es besteht entsprechend institutionelle Nachfrage.
Einordnung im Gesamtmarkt
Die Entwicklungen rund um Cardano finden vor einem insgesamt vorsichtigen Marktumfeld statt. Der Crypto Fear & Greed Index steht bei 26 und signalisiert ausgeprägte Zurückhaltung. Bitcoin dominiert mit gut 57 % die Marktkapitalisierung eines Kryptomarkts von 3,19 Billionen US‑Dollar. Altcoins wie ADA reagieren in solchen Phasen erfahrungsgemäß besonders sensibel auf Stimmungsumschwünge bei Bitcoin und dem Gesamtmarkt.
Aktuell prallen bei Cardano mehrere Kräfte aufeinander: eine angeschlagene Kursstruktur mit kritischer Unterstützung, deutliche Akkumulation durch große Adressen, skeptisches Sentiment im Derivatehandel und politische sowie regulatorische Impulse aus den USA. In den kommenden Sitzungen dürfte sich zeigen, ob die Verteidigung der Zone um 0,38 US‑Dollar gelingt und die jüngsten Großkäufe in eine nachhaltige Trendwende münden oder ob der Markt zunächst die tieferen Kursziele im Bereich um 0,34 US‑Dollar ansteuert.
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