Cardano steht Mitte Januar 2026 an einem kritischen Punkt. Die Kryptowährung testet wichtige Unterstützungen, während sich Wale uneinig zeigen und Gründer Charles Hoskinson scharfe Kritik an der US-Kryptopolitik übt. Die On-Chain-Daten zeichnen ein komplexes Bild für die Blockchain-Plattform.

Technische Lage verschärft sich

ADA notiert aktuell bei 0,39 USD und bewegt sich damit nahe der kritischen Unterstützungszone bei 0,38 USD. Vergangene Woche wurde die Kryptowährung am 50-Tage-Durchschnitt bei rund 0,41 USD abgewiesen – ein 9-prozentiger Rückgang folgte. Die Zone zwischen 0,38 und 0,40 USD erweist sich nun als entscheidend. Ein Bruch nach unten könnte Verluste bis zum Dezembertief bei 0,32 USD nach sich ziehen.

Die technischen Indikatoren zeigen Unentschlossenheit: Der RSI pendelt um die neutrale 50er-Marke, während sich die MACD-Linien annähern. Im 4-Stunden-Chart bildet sich ein absteigendes Dreieck mit fallender Widerstandslinie.

Wale mit gegensätzlichen Signalen

Besonders aufschlussreich ist das Verhalten der verschiedenen Whale-Kohorten zwischen dem 8. und 13. Januar. Große Wallets mit 10 bis 100 Millionen ADA akkumulierten 180 Millionen Token – ein Zeichen für Vertrauen bei den größten Haltern. Gleichzeitig trennten sich mittlere Wallets (1 bis 10 Millionen und 100.000 bis 1 Million ADA) von etwa 50 Millionen Token.

Diese Divergenz deutet darauf hin, dass kleinere Wale während des jüngsten Kursrückgangs kapituliert haben könnten, während größere Marktteilnehmer die Schwäche zum Aufstocken nutzen.

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Netzwerkaktivität bereitet Sorgen

Die On-Chain-Daten von DeFiLlama zeigen einen deutlichen Rückgang der Aktivität. Aktive Adressen fielen von über 26.000 Anfang Januar auf etwa 15.000. Das DEX-Handelsvolumen brach von lokalen Höchstständen nahe 7,42 Millionen USD auf Tiefs um 1,66 Millionen USD ein. Der Total Value Locked blieb trotz der rückläufigen Aktivität relativ stabil.

Am Derivatemarkt zeigt sich ein gemischtes Bild: Das Long-Short-Verhältnis erreichte mit 1,33 den höchsten Stand seit über einem Monat. Gleichzeitig rutschten die Finanzierungsraten ins Negative, was bedeutet, dass Short-Positionen Long-Positionen bezahlen. Die soziale Dominanz fiel auf 0,037 Prozent – der niedrigste Wert seit Anfang Dezember.

Hoskinson kritisiert Trump-Administration

Charles Hoskinson äußerte sich am 12. Januar scharf zur Kryptopolitik der Trump-Regierung. Im Interview mit CoinDesk bezeichnete er die Strategie als "extraktiv" und warnte vor weitreichenden Konsequenzen für die Branche. Die Aufnahme von ADA in die angekündigte Krypto-Reserve der Regierung sei ohne jegliche Rücksprache mit dem Cardano-Team erfolgt.

Hoskinson kritisierte zudem den Start des Trump Coin als Institutionalisierung eines ausbeuterischen Systems. Geplante Gesetzesvorhaben wie der GENIUS Act und Clarity Act seien aufgrund politischer Polarisierung ins Stocken geraten. Einladungen zu White-House-Events seien "ohne Erklärung erteilt und zurückgezogen" worden.

Fundamentale Entwicklung läuft weiter

Trotz der Kursschwäche expandiert das Cardano-Ökosystem: 2.006 aktive Projekte, über 11 Millionen ausgegebene native Token und 1,34 Millionen delegierte Wallets sprechen für anhaltende Nutzung. Für 2026 stehen wichtige Upgrades an: Das x402-Update soll automatisierte Zahlungen für KI-Agenten ermöglichen, während das Midnight Network als datenschutzorientierte Sidechain an den Start gehen soll. 70 Millionen ADA wurden für Stablecoins und DeFi-Entwicklung bereitgestellt.

Ein Halten der 0,38-USD-Marke könnte einen erneuten Test des Widerstands bei 0,41 USD ermöglichen. Bei einem Bruch droht jedoch eine Ausdehnung der Korrektur. Die kommenden Tage werden zeigen, ob die fundamentale Stärke des Ökosystems ausreicht, um den technischen Gegenwind zu überwinden.

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