Broadcom Aktie: KI-Offensive auf Hochtouren
Broadcom hat in dieser Woche gleich auf zwei Fronten geliefert: Rekordergebnisse für das erste Fiskalquartal und eine umfangreiche Produktoffensive auf der Optical Fiber Communications Conference in Los Angeles. Das Unternehmen zeigt damit, dass sein KI-Wachstum kein Zufallsprodukt ist — sondern das Ergebnis einer mehrjährigen Strategie.
Zahlen, die für sich sprechen
Im ersten Fiskalquartal 2026 erzielte Broadcom einen Gesamtumsatz von 19,31 Milliarden Dollar — ein Plus von 29 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag mit 2,05 Dollar leicht über den Erwartungen der Wall Street.
Der eigentliche Wachstumstreiber ist das KI-Halbleitergeschäft. Dieses Segment generierte 8,4 Milliarden Dollar Umsatz, ein Anstieg von 106 Prozent im Jahresvergleich. Vor zwei Jahren machte KI noch rund 15 Prozent des Gesamtumsatzes aus — heute sind es bereits 44 Prozent.
Für das zweite Fiskalquartal 2026 erwartet Broadcom einen Umsatz von rund 22 Milliarden Dollar, was einem Wachstum von 47 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspräche. Der KI-Anteil soll dabei auf etwa 10,7 Milliarden Dollar steigen — also knapp die Hälfte des Gesamtgeschäfts.
Sechs Kunden, ein Milliardenprogramm
Broadcom entwickelt maßgeschneiderte KI-Beschleuniger für inzwischen sechs Großkunden, darunter Alphabet, Meta und — seit dem Earnings Call am 4. März — auch OpenAI. Die Partnerschaft mit OpenAI wurde bereits im Oktober 2025 formell besiegelt, mit dem Ziel, zehn Gigawatt an kundenspezifischen KI-Beschleunigern zu entwickeln. Der erste Einsatz in großem Maßstab ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant, der Abschluss bis Ende 2029.
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CEO Hock Tan hat auf Basis dieser Kundenbeziehungen einen KI-Chip-Umsatz von über 100 Milliarden Dollar bis 2027 in Aussicht gestellt — ein Ziel, das angesichts der aktuellen Wachstumsdynamik nicht mehr wie eine bloße Ambition wirkt.
Neue Hardware und Kapitalrückgaben
Auf der OFC 2026 (15.–19. März in Los Angeles) präsentiert Broadcom unter anderem den „Taurus", einen 400G/Lane optischen DSP — nach eigenen Angaben eine Branchenpremiere. Zusammen mit weiteren Komponenten für Hochgeschwindigkeits-Ethernet-Switching zielt das Unternehmen auf die nächste Generation von KI-Rechenzentren im Gigawatt-Maßstab.
Parallel dazu hat Broadcom im ersten Fiskalquartal 10,9 Milliarden Dollar an Aktionäre zurückgegeben: 3,1 Milliarden als Dividenden, 7,8 Milliarden über Aktienrückkäufe. Der Verwaltungsrat genehmigte zudem ein neues Rückkaufprogramm über bis zu 10 Milliarden Dollar sowie eine Quartalsdividende von 0,65 Dollar je Aktie, zahlbar am 31. März 2026.
Trotz der starken Fundamentaldaten steht die Aktie heute unter Druck und notiert rund 20 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 353,15 Euro. Ob die OFC-Präsentation und der starke Ausblick ausreichen, um diesen Abstand zu schließen, wird der Markt in den kommenden Wochen zeigen — die nächste Bewährungsprobe liefern die Q2-Zahlen.
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