Zwei namhafte Analysten-Updates und der Start einer neuen Studie haben die Anlegerstimmung für Bristol-Myers Squibb zuletzt deutlich aufgehellt. Entscheidend sind nicht nur höhere Kursziele, sondern die wachsende Gewissheit, dass das sogenannte Growth Portfolio die Rückgänge bei den Altprodukten kompensiert. Morgen steht mit der Präsentation auf der J.P. Morgan Healthcare Conference ein erster richtungsweisender Termin an.

Warum die Stimmung dreht

Scotiabank erhöhte das Kursziel auf 60 USD (zuvor 53 USD) und bezeichnete das kommende Jahr als „catalyst‑reich“, wobei die Bank die Attraktivität der Bewertung hervorhob. Bereits Anfang der Woche hatte UBS die Aktie auf „Buy“ hochgestuft und ein Spitzenziel von 65 USD genannt. UBS argumentiert, dass Risiken durch Patentabläufe bei Eliquis und Opdivo weitgehend eingepreist seien, während das Pipeline‑Potenzial nach 2028 zusätzliche Erlöse von 10–15 Milliarden Dollar bringen könnte.

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Hinzu kommt regulatorische Klarheit: Das Abkommen der US‑Regierung vom 19. Dezember 2025 beseitigte offenbar eine wesentliche Unsicherheit, indem Bristol‑Myers Squibb in Austausch für bestimmte Zugeständnisse von künftigen Preisvorgaben ausgenommen wurde. Das hat die Diskussion um künftige Preisrisiken entschärft und den Blick auf die operative Umsetzung gelenkt.

Der operative Trend stützt die Neubewertung: Das Growth Portfolio wuchs im dritten Quartal 2025 um rund 18 % gegenüber dem Vorjahr und läuft damit schneller an als manche Skeptiker erwarteten. Diese Entwicklung hat die Aktie in den letzten sechs Monaten um mehr als 17 % nach oben getragen.

Pipeline und Studien

Die Kooperation mit BioNTech erhielt ebenfalls Rückenwind: Am 9. Januar startete eine Phase‑II‑Studie für Pumitamig (BNT327) bei metastasiertem Pankreaskarzinom. Untersucht wird der Wirkstoff in Kombination mit Standardchemotherapie — ein schwieriges Indikationsfeld, dessen positive Signale das Profil des Unternehmens deutlich aufwerten könnten. Solche Schritte unterstreichen den strategischen Vorstoß in solide Tumoren neben dem etablierten Immun‑Oncology‑Portfolio.

Wesentliche Fakten im Überblick:
- Scotiabank: Kurszielerhöhung auf 60 USD, „Sector Perform“
- UBS: Upgrade auf „Buy“, Street‑High Ziel 65 USD
- Wachstum des Growth Portfolios: +18 % YoY (Q3 2025)
- Neue Phase‑II‑Studie: Pumitamig (BNT327) bei metastasiertem Pankreaskarzinom
- Regulierung: Einigung vom 19. Dezember 2025 reduziert Preisrisiken

Der Schlusskurs am vergangenen Freitag lag bei 55,86 USD; die Aktie notiert damit rund 4 % unter dem 52‑Wochen‑Hoch von 58,24 USD.

Ausblick: Klarer Test in Sicht

Unmittelbarer Trigger ist die Präsentation auf der J.P. Morgan Healthcare Conference am Montag, 12. Januar. Investoren erwarten vor allem aktualisierte 2026‑Prognosen und mögliche Daten zu Mid‑Stage‑Assets. Konkrete Szenarien sind absehbar: Liefert das Management eine präzisere Guidance und zeigt überzeugende Zwischenergebnisse, könnte das die Dynamik verstärken und den Weg in Richtung der neuen Analysten‑Ziele (60–65 USD) ebnen. Bleiben Aussagen eher vage oder ohne belastbare Daten, dürften kurzfristige Kursgewinne begrenzt bleiben und die Bewertung wieder stärker an Fundamentaldaten gemessen werden.

Kurz: Die Märkte haben die Unsicherheiten rund um Preisregulierung bereits reduziert. Jetzt dreht sich alles um Ausführung und konkrete Studiendaten — die Präsentation in San Francisco wird zeigen, ob Bristol‑Myers Squibb diesen Übergang entschlossen und überzeugend kommuniziert.

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