Bloom Energy Aktie: Extreme Bewertungslücke
Bloom Energy wird derzeit als einer der großen Gewinner des KI-Booms gehandelt, doch die Kluft zwischen dem explodierenden Aktienkurs und der Einschätzung einiger Analysten wächst rasant. Ein aktuelles Update des Analysehauses Clear Street sorgt für Diskussionen: Zwar hoben die Experten ihr Kursziel an, dieses liegt jedoch immer noch meilenweit unter dem aktuellen Börsenwert. Die massive Diskrepanz wirft die Frage auf, ob der Markt bereits zu viel Zukunftsmusik eingepreist hat.
Vorsicht trotz Zielanhebung
Am Samstag reagierte Clear Street auf die jüngsten operativen Fortschritte des Brennstoffzellenherstellers. Analyst Tim Moore erhöhte das Kursziel von 68 auf 80 US-Dollar, beließ die Einstufung jedoch auf „Hold“. Auslöser für die Anpassung ist der bedeutende Deal mit dem Energieversorger American Electric Power (AEP).
Vor allem die geplante Installation von 500 Megawatt Leistung in Wyoming sorgt für eine bessere Planbarkeit der Einnahmen. Aufgrund dieser Auftragslage hob Clear Street die Umsatzprognosen für die Geschäftsjahre 2026 und 2027 leicht an. Dennoch signalisiert die Beibehaltung der Halte-Empfehlung, dass die Analysten trotz der fundamentalen Verbesserungen keine uneingeschränkte Kaufstimmung verbreiten wollen.
Realität trifft auf KI-Fantasie
Der Blick auf die Zahlen verdeutlicht das Spannungsfeld. Während die Aktie den Handel am Freitag bei knapp 145 US-Dollar beendete, liegt das neue Kursziel von Clear Street fast 45 Prozent unter diesem Niveau.
Marktbeobachter sehen in dieser Lücke ein Warnsignal. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von über 130 und einem Anstieg von rund 57 Prozent allein in den letzten 30 Tagen erscheint die Bewertung für konservative Anleger ambitioniert. Die Aktie preist derzeit ein nahezu perfektes Szenario ein, während Analysten auf die Diskrepanz zwischen kurzfristigem Ertragspotenzial und Börsenwert hinweisen.
Energiehunger als Kurstreiber
Verantwortlich für den massiven Kursanstieg ist die Positionierung von Bloom Energy als kritischer Infrastrukturanbieter für den KI-Sektor. Der Energiebedarf von Rechenzentren steigt rasant – Prognosen gehen von zusätzlichen 60 Gigawatt bis 2030 in den USA aus. Da die herkömmlichen Stromnetze diesen Bedarf kaum decken können, gelten die Festoxid-Brennstoffzellen des Unternehmens als ideale Lösung zur lokalen Stromerzeugung.
Diese These wird durch konkrete Aufträge gestützt. Neben dem AEP-Deal im Wert von rund 2,65 Milliarden US-Dollar konnte Bloom kürzlich einen Auftrag von Quanta Services über 502 Millionen US-Dollar verbuchen. Auch strategische Partnerschaften mit Tech-Giganten wie Oracle befeuern die Fantasie der Anleger und trieben den Kurs zuletzt auf neue Höchststände. Die Analystengemeinde bleibt jedoch gespalten: Während einige Experten Kursziele nahe dem aktuellen Niveau ausrufen, sehen andere deutliches Rückschlagspotenzial bis auf 53 US-Dollar.
Zahlen im Februar entscheidend
Der Fokus der Investoren richtet sich nun auf den 5. Februar 2026. An diesem Datum wird Bloom Energy die Ergebnisse für das vierte Quartal vorlegen. Die Wall Street rechnet mit einem Umsatz von rund 646 Millionen US-Dollar. Entscheidender als der Rückblick dürften jedoch die Aussagen des Managements zur Zukunft sein. Nur wenn das Unternehmen konkrete und beschleunigte Zeitpläne für die Auslieferung der Großprojekte an AEP und Quanta vorlegt, dürfte die hohe Bewertung am Markt zu rechtfertigen sein – jede Verzögerung könnte hingegen für Volatilität sorgen.
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