Der führende Vermögensverwalter enttäuscht mit schwachen Finanzergebnissen, Mittelabflüssen und Bewertungskorrekturen im Immobilienbereich und kündigt strategische Neuorientierung an.


Die Aktie von Blackstone setzte ihren Abwärtstrend fort und schloss am Freitag bei 114,26 Euro, was einem Tagesverlust von 5,32 Prozent entspricht. Besonders besorgniserregend für Investoren: In den vergangenen 30 Handelstagen hat das Papier knapp 19 Prozent an Wert eingebüßt. Seit Jahresbeginn summiert sich der Wertverlust sogar auf mehr als 32 Prozent.

Der weltgrößte Verwalter alternativer Anlagen enttäuschte die Märkte mit seinem jüngsten Quartalsbericht. Die Ergebnisse blieben deutlich hinter den Erwartungen der Analysten zurück, insbesondere bei den verwalteten Vermögenswerten und den Gebühreneinnahmen. Blackstone verwaltet derzeit Vermögenswerte in Höhe von 1,2 Billionen Dollar, konnte jedoch nicht die prognostizierten Neugelder einsammeln. Der Nettozufluss lag im letzten Quartal bei nur 27 Milliarden Dollar, während Experten mit mindestens 35 Milliarden gerechnet hatten.

Die Gebühreneinnahmen, eine Haupteinnahmequelle des Unternehmens, schrumpften um 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Gewinn pro Aktie fiel mit 0,78 Dollar ebenfalls unter den Konsensschätzungen von 0,85 Dollar aus. Dies markiert den zweiten Quartalsfehlschlag in Folge, was die Sorgen der Investoren über eine möglicherweise längerfristige Abschwächung des Geschäftsmodells verstärkt.

Herausforderungen im Immobiliengeschäft

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Besonders das Immobiliengeschäft bereitet Blackstone weiterhin Probleme. Die anhaltend hohen Zinsen und die Zurückhaltung bei Gewerbeimmobilieninvestitionen belasten diesen traditionell wichtigen Geschäftsbereich. Der Immobilienfonds BREIT verzeichnete erneut Nettomittelabflüsse von 1,8 Milliarden Dollar, nachdem Blackstone die Rücknahmebeschränkungen teilweise gelockert hatte.

Die Bewertungen im Immobilienportfolio mussten um durchschnittlich 7 Prozent nach unten korrigiert werden, was die Gesamtperformance des Unternehmens erheblich belastet. Analysten hatten mit Abwertungen gerechnet, jedoch nicht in dieser Größenordnung. Der Vorstand kündigte an, weitere Optimierungen im Immobilienportfolio vorzunehmen und sich stärker auf Wachstumssegmente wie Logistik und Datenzentren zu konzentrieren.

Strategische Neuausrichtung angekündigt

Als Reaktion auf die Herausforderungen kündigte CEO Jon Gray eine strategische Neuausrichtung an. Blackstone plant, sein Engagement im Private-Credit-Bereich weiter auszubauen, der sich als widerstandsfähiger erwiesen hat. Das Unternehmen will in den kommenden Quartalen mindestens 15 Milliarden Dollar in diesen Sektor investieren.

Zudem sollen die Aktivitäten in Asien, insbesondere in Indien und Japan, verstärkt werden, wo Blackstone überdurchschnittliche Renditen erzielt. Die Abkehr von der starken Fokussierung auf US-Gewerbeimmobilien ist ein deutliches Signal für den Strategiewechsel.

Die technische Analyse zeigt ebenfalls ein besorgniserregendes Bild: Mit dem Unterschreiten des 200-Tage-Durchschnitts um fast 22 Prozent hat die Aktie ein starkes Verkaufssignal generiert. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 191,14 Euro, das erst im November 2024 erreicht wurde, beträgt mittlerweile über 40 Prozent. Institutionelle Investoren haben in den letzten Wochen ihre Positionen reduziert, was den Verkaufsdruck zusätzlich erhöht hat.

Für Anleger bleibt die Situation vorerst angespannt. Trotz des erheblichen Kursrückgangs sehen Marktbeobachter noch keine klaren Anzeichen für eine nachhaltige Bodenbildung.

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