Bitcoin: Wichtige Unterstützung wackelt
Anleger am Kryptomarkt brauchen aktuell starke Nerven. Die wichtigste Kryptowährung der Welt testet heute eine kritische charttechnische Zone und droht, weiter abzurutschen. Verantwortlich für die gedrückte Stimmung ist vor allem das Verhalten der großen institutionellen Investoren, die sich zuletzt massiv zurückzogen und damit Sorgen über die kurzfristige Stabilität des Marktes schüren.
Institutionelle Anleger ziehen Geld ab
Der Hauptgrund für die aktuelle Schwäche liegt bei den US-Spot-ETFs. Diese Instrumente, die oft als Gradmesser für das institutionelle Interesse gelten, verzeichneten den dritten Tag in Folge Nettoabflüsse. Allein am Donnerstag zogen Investoren rund 399 Millionen US-Dollar aus den Fonds ab.
Besonders betroffen waren die Branchenriesen:
* BlackRock (IBIT): Hier flossen etwa 193 Millionen US-Dollar ab.
* Fidelity: Verzeichnete Abflüsse von rund 120 Millionen US-Dollar.
Diese Verkäufe haben die Zuflüsse der ersten beiden Handelstage des Jahres 2026 fast vollständig egalisiert. Analysten werten diese Entwicklung primär als Portfolio-Umschichtungen und Gewinnmitnahmen nach der starken Performance Ende 2025. Da derzeit der Kaufdruck von dieser Seite fehlt, ist der Spot-Markt anfällig für kurzfristige Volatilität.
Gefährliche Wette am Derivatemarkt
Während der "Fear and Greed Index" mit einem Wert von 28 klar auf "Angst" hindeutet, zeigt der Derivatemarkt ein riskantes Muster. Trotz sinkender Kurse steigt das sogenannte "Open Interest". Das bedeutet, dass Händler verstärkt neue, gehebelte Positionen aufbauen und offenbar auf eine schnelle Gegenbewegung spekulieren.
Diese Konstellation birgt Risiken: Sollte die wichtige Marke von 90.000 US-Dollar nachhaltig unterschritten werden, droht ein "Long Squeeze". Dabei müssten viele dieser gehebelten Wetten zwangsliquidiert werden, was den Abverkaufsdruck noch beschleunigen würde. Umgekehrt könnte eine Stabilisierung eine Erholung in Richtung 92.000 US-Dollar einleiten.
Rechtliche Klarheit in Südkorea
Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgt ein Urteil des Obersten Gerichtshofs in Südkorea. Dieser entschied heute, dass Bitcoin auf zentralisierten Börsen im strafrechtlichen Sinne beschlagnahmt werden können, da es sich um elektronische Token mit wirtschaftlichem Wert handelt. Während dies rechtliche Klarheit schafft, dürfte es den Trend zur Selbstverwahrung ("Self-Custody") weiter verstärken, da Anleger ihre Bestände zunehmend von den Börsen abziehen könnten.
Der Fokus liegt nun kurzfristig auf der Stabilisierung der ETF-Zuflüsse, die als notwendiger Katalysator für eine Trendwende gelten. Solange die Marke von 90.000 US-Dollar hält, bleibt der langfristige Aufwärtstrend technisch intakt, auch wenn schwache Arbeitsmarktdaten und Spekulationen über Zinssenkungen der US-Notenbank die Risikobewertung derzeit erschweren.
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