Bitcoin: Warnsignale nehmen zu
Während Gold und Silber historische Rekordmarken durchbrechen und Anleger in sichere Häfen strömen, sucht Bitcoin weiterhin nach einem stabilen Boden. Die führende Kryptowährung leidet unter den stärksten Abflüssen aus ETFs seit fast einem Jahr und einer spürbaren Zurückhaltung institutioneller Investoren. Vor der anstehenden Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed wächst die Nervosität am Markt, ob der Krypto-Winter 2026 noch kälter wird.
Flucht in Sicherheit und Makro-Druck
Der Kontrast könnte kaum schärfer sein: Während Gold erstmals die Marke von 5.000 US-Dollar überspringt, steht Bitcoin unter erheblichem Abgabedruck. Marktbeobachter führen diese Divergenz vor allem auf die aktuelle makroökonomische Unsicherheit zurück. Starke US-Wirtschaftsdaten haben die Hoffnung auf eine baldige Zinssenkung der Federal Reserve massiv gedämpft; die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed bei ihrem Treffen in dieser Woche die Füße stillhält, wird vom Markt mittlerweile auf fast 97 Prozent taxiert.
Zusätzlich belastet die politische Hängepartie in Washington die Risikobereitschaft. Die drohende Gefahr eines teilweisen Regierungsstillstands (Government Shutdown) am 31. Januar sorgt für Unruhe. In diesem Umfeld ziehen Investoren Kapital aus Risiko-Assets ab: Spot Bitcoin ETFs verzeichneten in der vergangenen Woche Abflüsse von rund 1,3 Milliarden US-Dollar – der stärkste Aderlass seit Februar 2025.
Fundamentaldaten schwächen sich ab
Nicht nur die Stimmung, auch die fundamentalen Netzwerkdaten zeigen Risse. Ein Bericht von VanEck weist auf rückläufige Nutzerzahlen und Transaktionsvolumina hin. Besonders auffällig ist die Entwicklung im Mining-Sektor: Die Hash-Rate, ein Maß für die Rechenleistung im Netzwerk, verzeichnet den längsten anhaltenden Rückgang seit Frühjahr 2024.
Der Grund hierfür ist jedoch nicht nur der gesunkene Bitcoin-Kurs. Analysten beobachten eine strategische Verschiebung bei den Minern. Viele Betreiber lenken ihre Rechenkapazitäten zunehmend auf Anwendungen für Künstliche Intelligenz (High Performance Computing) um, da diese aktuell stabilere und höhere Erträge pro Energieeinheit versprechen als das Schürfen von Kryptowährungen.
Trotz der kurzfristigen Schwäche gibt es Lichtblicke bei langfristigen Investoren. Das Unternehmen Strategy (ehemals MicroStrategy) nutzte die tieferen Kurse erneut und stockte seine Bestände um über 25.000 Bitcoin auf. Auch sogenannte "Wale" – Großinvestoren mit 1.000 bis 10.000 Bitcoin – halten mittlerweile Vermögenswerte im Umfang von rund 130 Milliarden US-Dollar.
Charttechnische Entscheidung steht an
Die technische Lage bleibt angespannt. Analysten von Swissblock warnen, dass die jüngste Preisaktion das bärische Szenario verstärkt hat. Mit einem aktuellen Kurs von 88.347,00 US-Dollar handelt Bitcoin weiterhin deutlich unter seinen gleitenden Durchschnitten der letzten 50 und 100 Tage.
Für das weitere Marktgeschehen sind nun zwei Marken entscheidend. Auf der Unterseite gilt der Bereich um 84.500 US-Dollar als kritische Unterstützung. Sollte diese Zone nachhaltig unterschritten werden, droht laut Experten eine Ausweitung der Korrektur bis in den Bereich von 74.000 US-Dollar. Um das technische Bild wieder aufzuhellen, müssten die Bullen den Kurs hingegen über den Widerstand bei 94.500 US-Dollar hieven.
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