Bitcoin: Verkäufer dominieren
Bitcoin steht zum Wochenschluss unter Druck – und das gleich von mehreren Seiten. Der Ablauf von Optionskontrakten im Rekordvolumen, steigende Risikoaversion an den Aktienmärkten und institutionelle Abflüsse aus ETFs zeichnen ein trübes Bild für das Wochenende.
Optionsablauf als Belastungsfaktor
Auf der Derivatebörse Deribit laufen heute Bitcoin-Optionen im Wert von rund 14 bis 15 Milliarden USD aus – das entspricht etwa 40 % des gesamten Open Interest und ist der größte Ablauf des laufenden Jahres. Das Put/Call-Verhältnis stieg im Vorfeld auf 1,3, was zeigt: Händler haben sich verstärkt gegen fallende Kurse abgesichert. Das Interesse an Puts im Bereich von 60.000 USD ist dabei besonders ausgeprägt.
Gleichzeitig belastet das makroökonomische Umfeld. Der Nasdaq 100 rutschte heute um rund 1 % ab und befindet sich damit offiziell im Korrekturbereich. Auslöser ist die Eskalation des Iran-Israel-Konflikts, der den Brent-Ölpreis auf 111 USD je Barrel getrieben hat. Die Sorge vor anhaltend hoher Inflation und einer zögerlichen Fed drückt auf die Risikobereitschaft der Anleger.
Institutionelle Abflüsse und Miner-Verkäufe
Auch die institutionelle Seite sendet keine beruhigenden Signale. Am Donnerstag verzeichneten US-Spot-ETFs Nettoabflüsse von insgesamt 171 Millionen USD, darunter BlackRocks IBIT mit 41,9 Millionen USD, Bitwises BITB mit 33,1 Millionen USD und Grayscales GBTC mit 25,8 Millionen USD.
Zusätzlichen Verkaufsdruck erzeugte MARA Holdings: Der Miner bestätigte den Verkauf von 15.133 BTC zwischen dem 4. und 25. März – ein Abbau der eigenen Bestände um rund 28 %.
Wale kaufen, Techniker warnen
Ein anderes Bild liefern On-Chain-Daten. Großinvestoren nutzten die Korrektur offenbar für Käufe: Eine neu erstellte Wallet zog 340 BTC im Wert von 23 Millionen USD von Binance ab, ein prominenter Akteur eröffnete eine Long-Position mit 40-fachem Hebel auf knapp 440 BTC. Sogenannte Mega-Whales stockten ihre Bestände zuletzt um insgesamt 20.700 BTC auf.
Technisch bleibt die Lage angespannt. Bitcoin notiert unterhalb seiner 20- und 50-Tage-Durchschnitte, der MACD signalisiert weiteres Abwärtspotenzial. Analysten sehen bei 67.500 USD eine erste Unterstützung – hält diese nicht, rückt die Zone um 65.000 USD in den Fokus. Auf der Oberseite müsste ein nachhaltiger Ausbruch über 71.900 USD gelingen, um die Stimmung wieder zu drehen. Aktuell notiert Bitcoin rund 47 % unter seinem 52-Wochen-Hoch von knapp 125.000 USD.
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