Bitcoin: Rückenwind aus USA
Bitcoin meldet sich mit Nachdruck zurück. Nach Wochen seitwärts gerichteter Kurse hat die größte Kryptowährung die Marke von 95.000 US‑Dollar hinter sich gelassen und damit neues Momentum entfacht. Auffällig: Der Antrieb kommt diesmal nicht nur von kurzfristiger Spekulation, sondern von einer Kombination aus Makrodaten, Institutionskäufen und politischem Rückenwind.
Kurssprung mit breiter Basis
Am Mittwoch kletterte Bitcoin auf ein neues Zwei-Monats-Hoch und notiert aktuell bei rund 95.184 US‑Dollar. Auf Wochensicht ergibt sich damit ein Plus von 1,62 %, im Monatsvergleich liegt der Zuwachs bei 7,88 %. Der Kurs notiert zudem spürbar über dem 50‑Tage-Durchschnitt, was auf einen intakten kurzfristigen Aufwärtstrend hinweist.
Treiber der Bewegung ist vor allem das veränderte Zinsumfeld. Der jüngste US‑Verbraucherpreisindex signalisiert nachlassenden Inflationsdruck. Damit steigen die Erwartungen, dass die Federal Reserve im weiteren Jahresverlauf 2026 mit Zinssenkungen beginnen könnte. Historisch profitieren riskantere Anlageklassen wie Kryptowährungen von einem solchen Umfeld, weil Kapital wieder stärker in wachstumsorientierte Assets fließt.
Die jüngste Aufwärtsbewegung wird laut Marktbeobachtern vor allem durch Spot-Käufe getragen, nicht durch überhebelte Derivatepositionen. Gleichzeitig kam es aber zu einem deutlichen Short Squeeze: Rund 270 Millionen US‑Dollar an bärischen Bitcoin-Positionen wurden innerhalb von 24 Stunden liquidiert – ein zusätzlicher Beschleuniger für den Anstieg.
Institutionen, On-Chain-Daten und Netzwerk
Einen klaren Impuls setzte MicroStrategy: Das Unternehmen hat weitere 13.627 Bitcoin gekauft und damit seine Rolle als größter börsennotierter BTC‑Halter ausgebaut. Diese erneute Aufstockung wird als Signal gewertet, dass große Adressen trotz der Kursrückgänge seit dem 52‑Wochen-Hoch an ihrer langfristigen Überzeugung festhalten.
On-Chain-Daten zeichnen ein ebenfalls konstruktives Bild:
- Die Bestände auf zentralisierten Kryptobörsen gehen zurück – ein Hinweis darauf, dass mehr Coins in private Verwahrung wandern und eher langfristig gehalten werden.
- Die Zahl der großen Wallets mit mindestens 1.000 BTC ist gestiegen, was auf verstärkte Aktivität vermögender Investoren hinweist.
- Die Netzwerk-Hashrate hat ein Allzeithoch erreicht, was die Sicherheit des Netzwerks erhöht und auf einen weiterhin intensiven Wettbewerb im Mining-Sektor schließen lässt.
Das Handelsvolumen wird zwar noch als moderat eingestuft, zeigt aber erste Anzeichen einer Belebung. Zusammen mit der aktuell eher neutralen Relative-Stärke (RSI um 38) deutet das darauf hin, dass der Markt noch nicht in eine überhitzte Phase eingetreten ist.
Regulierung sorgt für zusätzliche Fantasie
Ein zweiter wichtiger Faktor ist der politische Fortschritt in den USA. Mit dem „Digital Asset Market Clarity Act of 2025“ (CLARITY Act) gewinnt ein Gesetzesvorschlag an Fahrt, der klare Zuständigkeiten zwischen SEC und CFTC für digitale Assets definieren soll. Für viele Marktteilnehmer wäre ein solches Rahmenwerk ein Meilenstein, weil es Rechtssicherheit schafft und institutionellen Investoren den Einstieg erleichtert.
Besonders im Fokus steht der morgige Termin im US‑Senat: Der Bankenausschuss will am 15. Januar den Gesetzentwurf beraten. Je konkreter der Pfad zu einer verlässlichen Regulierung wird, desto eher rechnen professionelle Investoren mit einer breiteren Akzeptanz von Bitcoin als Anlageklasse.
Ausblick: Entscheidende Wochen voraus
Mit einem Abstand von gut 23 % zum 52‑Wochen-Hoch und rund 12 % über dem Tief der vergangenen zwölf Monate steht Bitcoin aktuell in einer Art Zwischenzone. Die nächsten Wochen dürften vor allem davon geprägt sein, ob sich die Erwartungen an Zinssenkungen der Fed bestätigen und ob der CLARITY Act im parlamentarischen Prozess weiterkommt. Gelingt hier weiterer Fortschritt, könnte der jüngste Ausbruch aus der Seitwärtsphase die Basis für eine nachhaltigere Aufwärtsbewegung bilden; fällt der Makro- oder Regulierungssupport dagegen weg, bleibt der Rückfall in den alten Konsolidierungsbereich ein realistisches Szenario.
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