Bitcoin steht zum Wochenstart unter doppeltem Druck: Ein überraschender Wechsel an der Spitze der US-Notenbank trifft auf eine ohnehin angespannte geopolitische Lage. Genau diese Mischung lässt viele Anleger riskantere Assets meiden – und Kryptos bekommen das besonders schnell zu spüren. Was steckt hinter der plötzlichen Nervosität?

Fed-Wechsel verschärft den Ton

Auslöser war die Ernennung des früheren Fed-Gouverneurs Kevin Warsh zum nächsten Chef der US-Notenbank. An den Märkten gilt er laut Reuters als Kandidat, der riskanten Anlagen weniger Rückenwind geben könnte. Entsprechend wuchs die Sorge, dass der geldpolitische Kurs künftig straffer ausfallen könnte.

Am Krypto-Markt übersetzt sich das oft in ein klares Muster: weniger Risikobereitschaft, weniger Hebel – und damit schnellerer Verkaufsdruck, vor allem wenn die Liquidität dünn ist.

Liquidationen und „dünne Orderbücher“ als Brandbeschleuniger

Die Abwärtsbewegung wurde am Wochenende zusätzlich verstärkt, weil bei geringer Handelsliquidität größere Verkaufsorders stärker durchschlagen. Marktteilnehmer Chris Soriano (BridgePort) sprach gegenüber CoinDesk von „Phantom Liquidity“: Wenn erzwungene Verkäufe (z.B. durch gehebelte Positionen) auf ein flaches Orderbuch treffen, verschwinden Kauforders schnell – der Kurs fällt dann eher sprunghaft als kontrolliert.

Passend dazu meldeten Daten, auf die sich PANews beruft, in nur 24 Stunden fast 2,2 Mrd. USD an liquidierten Krypto-Futures. Besonders betroffen: Bitcoin und Ethereum.

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Wichtige Punkte im Überblick:
- Rund 2,2 Mrd. USD Futures-Liquidationen in 24 Stunden
- Davon etwa 679 Mio. USD bei Bitcoin, rund 961 Mio. USD bei Ethereum
- Breiter Rückgang auch bei großen Altcoins wie Solana, BNB, XRP und Dogecoin

ETF-Abflüsse erhöhen den Verkaufsdruck

Parallel zieht sich institutionelles Geld weiter zurück. Laut Farside Investors verzeichneten US-Spot-Bitcoin-ETFs im Januar 2026 Nettoabflüsse von 1,61 Mrd. USD – der drittgrößte Monatsabfluss überhaupt. Allein in der Woche bis zum 30. Januar flossen demnach etwa 1,49 Mrd. USD ab.

Brisant: Laut SosoValue (zitiert von Bloomingbit) ist es das erste Mal seit dem Start der Spot-ETFs im Januar 2024, dass es drei Monate in Folge Nettoabflüsse gab. Unter den einzelnen Produkten stach BlackRocks IBIT mit 947,2 Mio. USD Wochenabflüssen heraus, gefolgt von Fidelitys FBTC mit 191,5 Mio. USD.

Geopolitik als zusätzlicher Unsicherheitsfaktor

Neben der Fed-Personalie belasteten mehrere Nachrichten die Stimmung: Berichte über eine Explosion im iranischen Hafen Bandar Abbas sowie ein teilweiser US-Government-Shutdown, der am Wochenende begonnen hat. In solchen Phasen gehen Märkte oft in den „Risk-off“-Modus – und Krypto reagiert erfahrungsgemäß besonders sensibel.

Auch charttechnisch wirkt die Lage angeschlagen: Mit 84.570,41 USD markierte Bitcoin am Freitag das 52-Wochen-Tief (Tagesminus -5,15%). Der RSI liegt bei 38,1 – ein Wert, der den zuletzt klaren Abwärtsdruck unterstreicht.

Was als Nächstes wichtig wird

Schon morgen (Montag, 2. Februar) will das Weiße Haus laut Reuters Banken- und Krypto-Manager empfangen. Thema ist ein möglicher Weg aus der festgefahrenen US-Krypto-Regulierung, insbesondere Streitpunkte rund um Stablecoin-Rewards im CLARITY Act. Die Blockchain Association nimmt nach eigenen Angaben teil.

Kurzfristig bleibt damit viel an der übergeordneten Risikostimmung hängen: Fed-Übergang, geopolitische Nachrichtenlage und die Frage, ob aus den ETF-Abflüssen ein anhaltender Trend wird – oder ob sich die Abgaben nach dem Wochenende beruhigen.

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