Bitcoin: Regulierungs-Entscheidung naht
Bitcoin pendelt derzeit um die Marke von 90.000 US-Dollar – nach einem Rückgang von den Höchstständen nahe 126.000 Dollar Ende 2025. Doch während der Kurs stagniert, arbeitet die Politik im Hintergrund an einer möglichen Weichenstellung: Ein US-Gesetz zur Regulierung des Kryptomarktes könnte schon in wenigen Tagen einen entscheidenden Schritt weiterkommen. Analysten von Goldman Sachs sehen darin den Schlüssel für den nächsten institutionellen Einstiegsschub.
Der "Clarity Act" als Hebel
Im Fokus steht der sogenannte "Clarity Act", ein Gesetzesentwurf zur Strukturierung des US-Kryptomarktes. Das Ziel: Klare Zuständigkeiten zwischen der Börsenaufsicht SEC und der Rohstoffbehörde CFTC schaffen. Für institutionelle Investoren bedeutet das Rechtssicherheit – eine Grundvoraussetzung, um größere Summen in tokenisierte Assets oder DeFi-Anwendungen zu stecken.
Senator Tim Scott, Vorsitzender des Bankenausschusses im Senat, hat für kommenden Donnerstag, den 15. Januar, eine sogenannte "Markup Hearing" angesetzt – ein Schritt, bei dem der Entwurf überarbeitet und zur Abstimmung vorbereitet wird. Analysten betonen: Wird das Gesetz nicht in der ersten Jahreshälfte 2026 verabschiedet, droht es in den Midterm-Wahlkampf ab November zu geraten und zu versanden.
ETF-Abflüsse treffen auf Whale-Käufe
Die Stimmung unter Privatanlegern ist angespannt. Der Fear & Greed Index liegt bei 25 Punkten – ein Zeichen für extreme Vorsicht. Auch die Zahlen zu Bitcoin-Spot-ETFs untermauern das Bild: In der ersten Januarwoche flossen netto rund 7.525 BTC ab, was einem Gegenwert von etwa 681 Millionen Dollar entspricht.
Gleichzeitig zeigen On-Chain-Daten ein anderes Muster: Großinvestoren, sogenannte Whales, nutzen offenbar die Schwäche zum Aufbau von Positionen. Berichte aus der Branche deuten darauf hin, dass etwa Wells Fargo über ETFs Käufe im dreistelligen Millionenbereich getätigt haben könnte. Die Divergenz ist deutlich: Retail verkauft, institutionelle Akteure kaufen nach.
Prognosen zwischen Vorsicht und Optimismus
Langfristig bleiben viele Marktbeobachter bullish. Youwei Yang, Chefökonom von Bit Mining, sieht für 2026 eine mögliche Spanne zwischen 75.000 und 225.000 Dollar, getrieben durch potenzielle Zinssenkungen und eben jene regulatorische Klarheit. VanEck geht noch weiter: In einem Basisszenario rechnet die Investmentfirma bis 2050 mit einem Kurs von 2,9 Millionen Dollar pro Bitcoin – unter der Annahme, dass die Kryptowährung zehn Prozent des globalen Handels abwickelt und von Zentralbanken als Reservewährung gehalten wird.
Kurzfristig bleibt die Lage angespannt. Die Unterstützung bei 90.000 Dollar gilt als kritisch. Ein Bruch könnte eine Liquidationswelle auslösen, während ein Ausbruch über 94.250 Dollar neuen Schwung bringen könnte.
Am Donnerstag fällt die nächste Vorentscheidung im Bankenausschuss. Für den weiteren Jahresverlauf könnte sich dann zeigen, ob Bitcoin tatsächlich den Sprung vom spekulativen Asset zur regulierten Anlageklasse schafft.
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