Bitcoin: Regulierung im Fokus
Bitcoin bewegt sich am Samstag bei rund 89.500 US-Dollar seitwärts – und damit deutlich unter der psychologisch wichtigen 90.000-Dollar-Marke. Nach einem volatilen Jahresstart steht die größte Kryptowährung nun leicht im Minus für 2026. Doch während die Kurse schwächeln, bahnt sich in Washington eine Entwicklung an, die den Markt nachhaltig verändern könnte: Die regulatorische Klarheit rückt näher.
Senat bereitet Durchbruch vor
Am 27. Januar steht im Senatsausschuss für Landwirtschaft die Abstimmung über den "Digital Commodity Intermediaries Act" an. Nach sechsmonatigen Verhandlungen zeigt sich Senatorin Kirsten Gillibrand optimistisch, dass die parteiübergreifende Gesetzesvorlage vorankommt. Der Gesetzentwurf würde der US-Aufsichtsbehörde CFTC weitreichende Befugnisse zur Regulierung digitaler Assets einräumen.
Ausschussvorsitzender John Boozman räumt ein, dass "Differenzen bei grundlegenden politischen Fragen" bestehen bleiben, betont aber: "Es ist Zeit, diesen Gesetzentwurf voranzubringen." Die Branche wartet seit Jahren auf diese Klarheit – nun könnte sie kommen.
Widerstand gegen parallele Gesetzgebung
Weniger glatt läuft es beim Bankenausschuss des Senats. Der dortige "Digital Asset Market Clarity Act" stockt nach Kritik aus der Industrie. Coinbase-Chef Brian Armstrong bezeichnete den Entwurf als "materiell schlechter als der Status quo" und kritisierte vor allem die Regelungen zu Stablecoin-Renditen. Das zeigt: Die Branche will Regulierung – aber nicht um jeden Preis.
Präsident Trump bekräftigte beim Weltwirtschaftsforum in Davos seinen Plan, Amerika zur "Krypto-Hauptstadt der Welt" zu machen. Die Regierung treibt die Gesetzgebung aktiv voran, wobei Krypto-Beauftragter David Sacks den Clarity Act bewirbt.
Institutionelle bleiben dabei
Während Kleinanleger verunsichert sind, akkumulieren große Adressen weiter. Strategy (ehemals MicroStrategy) kaufte zwischen dem 12. und 19. Januar Bitcoin im Wert von 2,13 Milliarden Dollar – insgesamt 22.305 BTC. Das Unternehmen von Michael Saylor hält nun 709.715 Bitcoin.
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Auch Bitcoin-Spot-ETFs verzeichneten in der ersten Januarwoche Nettozuflüsse von über 1,9 Milliarden Dollar. UBS prüft Berichten zufolge Krypto-Angebote für ausgewählte Private-Banking-Kunden – ein Zeichen dafür, dass traditionelle Finanzinstitute trotz Volatilität am Ball bleiben.
Makro-Umfeld belastet
Die jüngste Schwäche fiel mit geopolitischen Spannungen zusammen. Trumps Zolldrohungen und die Greenland-Debatte sorgten für Risikoaversion. Krypto-Analyst Arthur Hayes machte zudem auf steigende japanische Anleiherenditen aufmerksam, die am 20. Januar Stress in den globalen Märkten auslösten und Bitcoin unter 88.000 Dollar drückten.
Besonders auffällig: Gold erreichte neue Allzeithochs über 4.800 Dollar je Unze, während Bitcoin schwächelt. Die "digitales Gold"-Narrative wird damit kurzfristig herausgefordert.
Historische Bewertungsmuster
Die Sharpe-Ratio von Bitcoin – ein Maß für risikobereinigte Renditen – ist laut CryptoQuant auf Niveaus gefallen, die zuletzt 2018/19 und nach dem Crash 2022 erreicht wurden. Solche Lesarten signalisieren, dass die Volatilität nicht durch entsprechende Renditen kompensiert wird. Historisch waren solche Phasen allerdings oft Vorboten von Trendwenden.
Die Stablecoin-Marktkapitalisierung wächst parallel seit 25 Monaten in Folge auf 310 Milliarden Dollar – ein Zeichen für anhaltende Infrastrukturentwicklung, auch wenn die Preise unter Druck stehen.
Die Abstimmung am 27. Januar könnte Bitcoin kurzfristig Impulse geben. Langfristig entscheidet sich jetzt, ob die USA regulatorisch Vorreiter oder Nachzügler werden – mit direkten Folgen für institutionelle Adoption und Kapitalzuflüsse.
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