Bitcoin gerät am Montag unter die Räder. Auslöser ist die Ankündigung neuer US-Zölle auf europäische Güter, die eine klassische Flucht aus risikobehafteten Anlagen auslöst. Die Kryptowährung fällt unter 93.000 Dollar, nachdem sie erst vergangene Woche knapp 98.000 Dollar erreicht hatte. Rund 600 Millionen Dollar an Long-Positionen werden liquidiert.

Geopolitik trifft Krypto-Markt

US-Präsident Donald Trump kündigte am Wochenende Zölle von 10 Prozent auf Waren aus acht europäischen Ländern an, die ab 1. Februar gelten sollen. Ohne Einigung würden die Sätze im Juni auf 25 Prozent steigen. Die Ankündigung löst eine breite Abwärtsbewegung aus: Gold und Silber erreichen Rekordhochs, während Aktien-Futures deutlich nachgeben. Bitcoin folgt diesem Muster und handelt zeitweise bei 92.500 Dollar – ein Minus von rund 2,5 bis 3 Prozent binnen 24 Stunden.

Die Korrelation zwischen Bitcoin und traditionellen Risiko-Assets zeigt sich hier deutlich. Analysten sprechen von einer engen Kopplung an die globale Risikostimmung. Der Rückzug aus spekulativen Positionen trifft vor allem gehebelte Derivate-Positionen: Etwa 600 bis 680 Millionen Dollar an bullischen Wetten werden laut Coinglass zwangsliquidiert.

Dünne Käuferschicht wird zum Problem

On-Chain-Daten von Glassnode und CryptoQuant zeigen ein weiteres Problem: Der jüngste Vorstoß Richtung 96.000 Dollar wurde hauptsächlich durch Derivate-Flows getrieben, nicht durch robuste Spot-Nachfrage. Long-Term-Holder reduzierten ihre Verkäufe zwar, doch die 365-Tage-Linie bei rund 101.000 Dollar wirkt als hartnäckiger Widerstand. Die offenen Positionen im Derivate-Markt gingen zurück, was auf nachlassendes Vertrauen hindeutet.

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Der breitere Krypto-Markt verliert etwa 100 Milliarden Dollar an Bewertung. Altcoins trifft es härter: Ethereum büßt bis zu 4,9 Prozent ein, Solana 8,6 Prozent. GameFi-Token führen den Abwärtstrend mit einem Minus von 8,6 Prozent an.

Regulierung bleibt Unsicherheitsfaktor

Zusätzlich belastet die Verzögerung des CLARITY Act. Der Gesetzentwurf für eine umfassende Krypto-Regulierung in den USA wurde verschoben, nachdem Coinbase-CEO Brian Armstrong seine Unterstützung zurückzog. Seine Kritik richtet sich gegen Bestimmungen zu Stablecoin-Erträgen und SEC-Befugnissen. Der Bankenausschuss des Senats nannte keinen neuen Termin.

Trotz dieser Unsicherheit bleibt das institutionelle Engagement hoch: BlackRocks Bitcoin-ETF IBIT verwaltet über 72 Milliarden Dollar. Texas kaufte als erster US-Bundesstaat Bitcoin für eine strategische Reserve. Anfang Januar flossen rund 400 Millionen Dollar in Spot-Bitcoin-ETFs zurück.

Kritische Marken im Blick

Entscheidend wird nun, ob Bitcoin die Unterstützungszone zwischen 90.000 und 92.000 Dollar halten kann. Ein Bruch darunter könnte weiteren Verkaufsdruck auslösen. Widerstand liegt bei 95.000 bis 96.000 Dollar sowie auf mittlere Sicht bei 101.000 Dollar. Die nächsten Tage dürften zeigen, ob sich die Lage stabilisiert oder der Rückschlag an Dynamik gewinnt.

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