Bitcoin: Nachteilige Gerüchte?
Bitcoin zeigt sich derzeit von seiner ungemütlichen Seite. Statt einer klaren Richtung dominieren heftige Schwankungen das Bild, die Anleger auf dem falschen Fuß erwischen. Während der Kurs um die psychologisch wichtige Marke von 90.000 Dollar ringt, sorgen makroökonomische Faktoren und massive Liquidationen für Nervosität am Markt.
Liquidationswelle trifft beide Lager
Die aktuelle Volatilität forderte in den letzten 24 Stunden hohe Tribute. In einem seltenen Szenario wurden Trader auf beiden Seiten des Marktes gleichermaßen abgestraft. Laut Daten von CoinGlass summierten sich die Liquidationen von gehebelten Positionen auf über 625 Millionen Dollar.
Besonders auffällig ist die fast gleichmäßige Verteilung dieses "Split Liquidation Events": Während Long-Positionen im Wert von 306 Millionen Dollar glattgestellt wurden, traf es Short-Positionen mit 319 Millionen Dollar. Dies verdeutlicht die extreme Unsicherheit, da der Kurs mehrfach abrupt die Richtung wechselte und Spekulanten unabhängig von ihrer Positionierung aus dem Markt drängte.
Politik und Anleihen als Treiber
Verantwortlich für das Hin und Her waren vor allem externe Impulse. Zunächst sorgte Donald Trumps Auftritt beim Weltwirtschaftsforum in Davos für Bewegung. Seine Aussagen, keine Zölle gegen europäische Handelspartner zu verhängen und Grönland nicht gewaltsam zu annektieren, beruhigten die Gemüter kurzzeitig.
Gleichzeitig belastete jedoch ein Einbruch am japanischen Staatsanleihenmarkt die Stimmung. Analysten wie Arthur Hayes sehen in den steigenden Renditen in Japan einen potenziellen Auslöser für eine globale Flucht aus Risikoanlagen ("Risk-off"), was auch Bitcoin unter Druck setzt. Der Kurs fiel kurzzeitig unter 88.000 Dollar, bevor eine Erholung einsetzte.
Machtwechsel bei den Walen
Hinter den Kulissen vollzieht sich ein struktureller Wandel in der Besitzerstruktur. Neue institutionelle "Wale" und ETFs kontrollieren zunehmend mehr Anteile als die traditionellen Langzeithalter. Allerdings warnt der Datendienstleister Glassnode vor einem Überhang an Angebot: Rund 6 Milliarden Dollar an Bitcoin, gehalten von diesen neuen großen Käufern, erzeugen Verkaufsdruck. Solange dieser Überhang nicht absorbiert ist, gilt die Preisstruktur unterhalb von 90.000 Dollar als fragil.
Auch die fundamentalen Netzdaten mahnen zur Vorsicht. Der Bericht von VanEck zeigt rückläufige Zahlen bei den Netzwerkumsätzen und aktiven Adressen. Hoffnung bietet hingegen die politische Bühne: Die Krypto-Branche blickt gespannt auf den 27. Januar. Dann steht im Senatsausschuss für Landwirtschaft der "Digital Asset Market Clarity Act" auf der Agenda, der endlich rechtliche Klarheit schaffen soll.
Bitcoin befindet sich in einer Phase der Neuorientierung, in der Liquidität von spekulativen Händen zu strategischen Institutionen wandert. Solange der Markt diesen Angebotsschock verarbeitet und makroökonomische Unsicherheiten bestehen, müssen sich Anleger auf einen weiterhin unruhigen Seitwärtshandel einstellen. Die kommenden Tage werden zeigen, ob die Marke von 90.000 Dollar nachhaltig zurückerobert werden kann.
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