Bitcoin hat zu Wochenbeginn die 94.000-Dollar-Marke durchbrochen und damit den höchsten Stand seit drei Wochen erreicht. Der Auslöser: die Verhaftung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und eine Welle neuer Spekulationen über staatliche Bitcoin-Reserven. Gleichzeitig greifen institutionelle Käufer wieder zu – allen voran Michael Saylors Strategy Inc.

Venezuela-Gerüchte befeuern Rallye

Der wichtigste Treiber der jüngsten Kursgewinne ist ein unbestätigtes, aber einflussreiches Gerücht: Venezuela könnte eine geheime Bitcoin-Reserve von bis zu 600.000 BTC halten. Offiziell weist das Land nur rund 240 BTC aus. Die deutlich höhere Zahl soll auf Öl-gegen-USDT-Geschäften und Goldverkäufen basieren – Maßnahmen, um westliche Sanktionen zu umgehen.

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Ob die Zahlen stimmen, ist unklar. Firmen wie QCP Capital greifen die Berichte dennoch auf, und das genügt, um Bitcoin als geopolitisches Absicherungsinstrument zu positionieren. Das Narrativ funktioniert: Käufer treten in den Markt, der Kurs steigt.

Strategy Inc. kauft weiter, ETFs drehen ins Plus

Während spekuliert wird, schaffen Unternehmenskäufe Fakten:

  • Strategy Inc. erwarb zum Jahresstart weitere 1.283 BTC für rund 116 Millionen Dollar. Die Gesamtposition liegt jetzt bei über 673.700 BTC.
  • American Bitcoin stockte seine Bestände um 329 BTC auf insgesamt 5.427 BTC auf.
  • Die Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten in den ersten Handelstagen 2026 Nettozuflüsse von mehr als 471 Millionen Dollar – ein klarer Stimmungswechsel nach den Abflüssen im Dezember.

Diese Käufe stabilisieren das Angebot und liefern eine Preisuntergrenze. Solange institutionelle Akteure akkumulieren, bleibt die Nachfrage robust.

Politischer Streit um beschlagnahmte Bitcoins

Parallel zur Rallye verschärft sich in Washington ein Konflikt über beschlagnahmte Krypto-Assets. Senatorin Cynthia Lummis wirft dem Justizministerium vor, weiterhin beschlagnahmte Bitcoins zu verkaufen – und damit die geplante strategische Reserve der neuen Regierung zu unterlaufen.

Blockchain-Analysen zeigen, dass Gelder aus Fällen wie Silk Road kürzlich an Verwahrstellen transferiert wurden. Lummis befürchtet vorzeitige Liquidierungen. Der Disput offenbart, wie unkoordiniert die US-Kryptopolitik trotz der angekündigten Reserve noch ist.

Was die Derivate verraten

Auf Polymarket liegt die Wahrscheinlichkeit für einen Bitcoin-Preis über 100.000 Dollar bis Ende Januar bei nur 27 Prozent. Für das Jahresende hingegen geben Händler der Marke eine Chance von etwa 80 Prozent. Kurzfristig herrscht Skepsis, langfristig Zuversicht.

An der Deribit-Optionsbörse zeichnet sich ein anderes Bild: Hohe offene Positionen bei Call-Optionen mit Strike-Preis 100.000 Dollar (Verfallsdatum 30. Januar) deuten darauf hin, dass ein Teil des institutionellen Marktes auf einen kurzfristigen Ausbruch setzt.

Ausblick: Widerstand bei 94.700 Dollar

Bitcoin testet aktuell die Widerstandszone zwischen 93.000 und 94.600 Dollar. Ein nachhaltiger Schlusskurs über 94.700 Dollar könnte den Weg Richtung 100.000 Dollar freimachen. Allerdings signalisiert der RSI mit 74,68 überkaufte Bedingungen – kurzfristige Rücksetzer sind möglich. Die wichtigste Unterstützung liegt bei 88.000 Dollar, wo institutionelle Kauforders positioniert sind.

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