Bitcoin: Leicht enttäuschend
Während Gold historische Rekorde bricht, tritt Bitcoin auf der Stelle und kämpft mit massiven Widerständen. Der Markt sendet derzeit widersprüchliche Signale: Massive Abflüsse aus ETFs stehen zwar aggressiven Zukäufen einzelner Unternehmen gegenüber, doch die Stimmung kippt ins Defensive. Anleger fragen sich, ob die aktuelle Konsolidierung eine Bodenbildung oder den Vorboten einer tieferen Korrektur darstellt.
Gold hui, Bitcoin pfui
Das Marktumfeld zeigt eine deutliche Divergenz. Während Gold als klassischer sicherer Hafen auf über 5.100 US-Dollar kletterte, notiert die Kryptowährung weiterhin rund 30 Prozent unter ihrem Allzeithoch vom Oktober 2025. Ein wesentlicher Belastungsfaktor ist die Kapitalflucht aus börsengehandelten Produkten. In der vergangenen Woche verzeichneten Krypto-Investmentprodukte Abflüsse von 1,73 Milliarden US-Dollar, wobei der Löwenanteil von 1,09 Milliarden auf Bitcoin entfiel.
Marktbeobachter sehen darin eine klare "De-Risking"-Strategie institutioneller Investoren vor der anstehenden Zinsentscheidung der Federal Reserve und dem drohenden US-Regierungsstillstand am 31. Januar. Die makroökonomischen Unsicherheiten lasten schwer auf Risikoanlagen.
Derivate deckeln den Kurs
Technisch wirkt zudem eine sogenannte "Gamma-Falle" als Bremse. Hohe Konzentrationen offener Positionen im Optionsmarkt, die am 30. Januar auslaufen, halten den Kurs derzeit in einer Spanne gefangen und unterdrücken die Volatilität. Händler sichern sich zudem verstärkt gegen fallende Kurse ab, was sich in einer erhöhten Prämie für Verkaufsoptionen (Puts) im Vergleich zu Kaufoptionen (Calls) zeigt.
Aktuell notiert Bitcoin bei 88.452 US-Dollar und verbleibt damit unter dem wichtigen 50-Tage-Durchschnitt.
Langzeithalter ziehen die Reißleine
Besondere Sorge bereitet der Blick auf die Blockchain-Daten. Erstmals seit Oktober 2023 realisieren langfristige Halter (Long-Term Holders) wieder Nettoverluste. Dies deutet auf eine Kapitulationsphase hin: Investoren, die nahe dem Hoch im Spätherbst 2025 eingestiegen sind, stoßen ihre Bestände ab, um weitere Verluste zu vermeiden. Berichten zufolge notiert der Kurs derzeit unter dem durchschnittlichen Kaufpreis eines signifikanten Teils des zirkulierenden Angebots, was zusätzlichen Verkaufsdruck durch Anleger erzeugt, die lediglich ihren Einstandspreis retten wollen.
Institutionelle Ambivalenz
Trotz der kurzfristigen Abflüsse bleibt das strategische Interesse im Hintergrund bestehen. BlackRock beantragte erst gestern einen neuen "Bitcoin Premium Income"-ETF, was auf eine ungebrochene Nachfrage nach renditeorientierten Produkten hindeutet. Auch MicroStrategy nutzte die Kursschwäche im Januar, um weitere 22.305 Bitcoin zu erwerben. Eine Umfrage von Coinbase stützt diese Zweiteilung: 70 Prozent der institutionellen Investoren halten Bitcoin im Bereich von 85.000 bis 95.000 US-Dollar für unterbewertet.
Die kurzfristige Richtung dürfte maßgeblich vom heutigen Treffen zwischen der SEC und der CFTC zur Regulierung sowie dem Ausgang des Haushaltsstreits in den USA abhängen. Sollte keine Rückeroberung der Marke von 93.000 US-Dollar gelingen, warnen Analysten vor einem möglichen Rücksetzer in den Bereich der mittleren 70.000er-Region.
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