Bitcoin: Konsolidierung über 95.000
Bitcoin legt nach einer bewegten Woche eine Verschnaufpause ein – aber auf hohem Niveau. Die Kryptowährung pendelt in einer engen Spanne knapp über 95.000 US‑Dollar, während gleichzeitig Milliarden in Spot-ETFs fließen und die Regulierung an einzelnen Fronten eher Rückenwind als Gegenwind liefert. Ist diese Seitwärtsphase der Auftakt für den nächsten Angriff auf die 100.000‑Dollar-Marke?
Stabil über 95.000 US‑Dollar
Nach der jüngsten Rally bewegt sich Bitcoin aktuell in einer engen Konsolidierungszone. Der Kurs hält sich oberhalb von 95.000 US‑Dollar und liegt damit spürbar über dem 50‑Tage-Durchschnitt von rund 90.000 US‑Dollar. Vom 52‑Wochen-Hoch ist der Markt zwar noch gut 20 % entfernt, aber der Abstand zum Tief der vergangenen zwölf Monate ist bereits deutlich gewachsen – ein Zeichen für eine gefestigte Aufwärtsbewegung.
Charttechnisch bleibt das Bild konstruktiv. Auf Tagesbasis wurde zuletzt ein „Higher High“ ausgebildet, was typischerweise für einen intakten Aufwärtstrend spricht. Gleichzeitig signalisiert der Relative-Stärke-Index (RSI) mit einem Wert um 38 laut den aktuellen Daten keine Überhitzung, sondern eher Raum nach oben, bevor überkaufte Zustände drohen. Kurzfristige Rücksetzer treffen damit auf eine grundsätzlich positive Trendstruktur.
ETF-Zuflüsse treiben die Nachfrage
Ein zentraler Treiber der Stärke in dieser Woche sind die massiven Zuflüsse in US-basierte Spot-Bitcoin-ETFs. Institutionelle Investoren nutzen diese Vehikel zunehmend, um Engagement in der Kryptowährung aufzubauen, ohne sie direkt halten zu müssen.
Die jüngste Entwicklung im Überblick:
- Rund 1,8 Milliarden US‑Dollar Nettomittelzuflüsse in Spot-Bitcoin-ETFs innerhalb von vier Handelstagen
- Über 843 Millionen US‑Dollar an einem einzelnen Tag – der stärkste Tageswert seit Oktober
- BlackRocks IBIT-ETF als dominanter Abnehmer mit hohem Anteil an den Zuflüssen
Diese anhaltende Nachfrage entzieht dem Markt Angebot und stützt die Kurse, obwohl Bitcoin sich bereits in der Nähe sechsstelliger Bewertungen bewegt. Marktbeobachter sehen darin ein Indiz, dass vor allem größere Adressen die aktuelle Konsolidierung eher als Einstiegs- oder Aufstockungsgelegenheit nutzen.
West Virginia sendet politisches Signal
Neben der ETF-Nachfrage kommt zusätzlicher Rückenwind von politischer Seite. Im US-Bundesstaat West Virginia wurde mit dem „Inflation Protection Act“ (Senate Bill 143) ein Gesetzesentwurf eingebracht, der es der Staatskasse erlauben würde, Bitcoin als Reservevermögen zu halten.
Dieses Vorhaben hat vor allem Signalwirkung:
- Bitcoin wird explizit als potenzieller Bestandteil staatlicher Reserven diskutiert
- Die Kryptowährung wird als möglicher Schutz vor Geldentwertung („monetary debasement“) positioniert
- Die Debatte stärkt die Wahrnehmung von Bitcoin als langfristigem Wertspeicher
Regulatorisch ist das zwar kein Durchbruch auf Bundesebene, aber es trägt zu einem Umfeld bei, in dem Bitcoin zunehmend als legitimer Baustein institutioneller und öffentlicher Portfolios wahrgenommen wird.
Derivatemarkt bereinigt sich
Auf der Derivateseite zeigt sich ein Markt, der nach einer Phase hohen Hebeleinsatzes wieder in ruhigeres Fahrwasser zurückkehrt. Das offene Interesse (Open Interest) in Bitcoin-Derivaten liegt derzeit rund 28–30 % unter dem Hoch vom Oktober. Weniger gehebelte Positionen bedeuten in der Regel ein geringeres Risiko abrupter Liquidationswellen – und damit eine stabilere Preisbildung.
Parallel dazu fällt auf:
- Auf Coinbase Advanced ist ein deutlicher Anstieg der Zuflüsse zu beobachten.
- Diese Bewegungen werden häufig mit OTC-Transaktionen und institutioneller Positionierung in Verbindung gebracht, weniger mit klassischer Retail-Panik.
- Die Kennzahl „Realized Profit“ liegt deutlich unter den Spitzenwerten aus dem vierten Quartal 2025. Das deutet darauf hin, dass Langfristinvestoren derzeit weniger stark Gewinne mitnehmen und ihre Positionen eher halten.
In Summe spricht das für einen „saubereren“ Markt mit weniger spekulativem Überhang und einer stärkeren Basis langfristig orientierter Halter.
Sentiment und Ausblick
Die Stimmung im Markt bleibt klar positiv. Der Fear-&-Greed-Index bewegt sich im Bereich „Gier“, was die gestiegene Zuversicht nach der Verteidigung der 90.000‑US‑Dollar-Zone Anfang des Monats widerspiegelt. Gleichzeitig erkennen Trader aber die Widerstandszone zwischen etwa 98.000 und 103.000 US‑Dollar als nächste harte Hürde.
Für die kommenden Tage sind vor allem zwei Faktoren entscheidend: Zum einen, ob Bitcoin das Niveau oberhalb von 95.000 US‑Dollar bis in den Wochenabschluss hinein behaupten kann. Zum anderen, ob sich die ETF-Zuflüsse auf hohem Niveau fortsetzen. Bleiben beides intakt, sind ein Test der 100.000‑US‑Dollar-Marke und ein Angriff auf die bisherigen Hochs ein realistisches Szenario, das technisch, fundamental (ETF-Flows) und politisch (West-Virginia-Gesetzesentwurf) zunehmend unterfüttert ist.
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