Bitcoin: Kein Handlungsbedarf?
Der Start ins Jahr 2026 verläuft für die größte Kryptowährung der Welt holprig. Während Großinvestoren weiter massiv aufstocken, senden fundamentale Netzwerkdaten und deutliche ETF-Abflüsse derzeit Warnsignale. Anleger stehen nun vor der Frage: Überwiegen die langfristigen Chancen durch institutionelle Käufe oder die kurzfristigen Risiken einer abkühlenden Nutzung?
Institutionelle setzen weiter auf Akkumulation
Trotz des jüngsten Kursdrucks, der Bitcoin unter die Marke von 90.000 US-Dollar drückte, bleibt das Interesse großer Marktteilnehmer ungebrochen. Ein deutliches Zeichen setzte das Unternehmen „Strategy“, das den Erwerb von weiteren 22.305 BTC für rund 2,13 Milliarden US-Dollar bekannt gab. Mit einem nun auf 709.715 BTC angewachsenen Gesamtbestand unterstreicht dieser Schritt, dass Bitcoin in den Bilanzen von Unternehmen weiterhin als strategisches Reserve-Asset an Bedeutung gewinnt.
Diese Käufe stehen im Kontrast zur kurzfristigen Marktstimmung. Verantwortlich für den jüngsten Rücksetzer war vor allem eine globale Risikoaversion, die zu Liquidierungen bei gehebelten Long-Positionen führte. Besonders deutlich zeigte sich die Skepsis bei den Spot-ETFs für Bitcoin und Ether, die am Dienstag kombinierte Nettoabflüsse von 713 Millionen US-Dollar verzeichneten.
Widersprüchliche Signale aus dem Netzwerk
Ein Blick unter die Haube offenbart ein gemischtes Bild der fundamentalen Gesundheit des Netzwerks. On-Chain-Daten zeigen, dass wichtige Kennzahlen in den letzten 30 Tagen nachgegeben haben. Die täglichen Netzwerkeinnahmen sanken um 15 Prozent, während die Zahl der aktiven Adressen um 6 Prozent zurückging. Diese Entwicklung deutet auf eine kurzfristige Abkühlung der Nutzeraktivität und des Werttransfers im Netzwerk hin.
Dem gegenüber stehen jedoch positive Angebotsdaten. Das Volumen der von Minern an Börsen transferierten Bitcoins ist rückläufig, was auf einen abnehmenden Verkaufsdruck dieser Gruppe hindeutet. Zudem verharrt ein signifikanter Teil des Gesamtangebots seit über drei Jahren unbewegt in den Wallets, was das Vertrauen der langfristigen Halter demonstriert.
Regulatorische Hängepartie
Neben den Marktdaten blicken Investoren gespannt nach Washington. Die Hoffnung auf schnelle regulatorische Klarheit erhielt zuletzt einen Dämpfer. Berichten zufolge verzögert sich die Behandlung des „CLARITY Act“ im Bankenausschuss des US-Senats um mehrere Wochen. Das Gesetz gilt als entscheidender Schritt für einen verlässlichen rechtlichen Rahmen für digitale Vermögenswerte in den USA.
Das Marktbild bleibt somit vorerst zweigeteilt. Während die robuste Nachfrage durch Großinvestoren wie „Strategy“ das Abwärtsrisiko begrenzt, fehlen durch die schwächelnde Netzwerkaktivität und die ETF-Abflüsse derzeit die Impulse für einen nachhaltigen Ausbruch nach oben. Die weitere Richtung dürfte maßgeblich davon abhängen, ob die langfristige Überzeugung der „Holder“ die aktuellen makroökonomischen Sorgen überdauern kann.
Bitcoin: Kaufen oder verkaufen?! Neue Bitcoin-Analyse vom 24. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Bitcoin-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Bitcoin-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 24. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Bitcoin: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








