Bitcoin: Institutionen drehen auf
Bitcoin hat am Wochenende erstmals seit Mitte Dezember die Marke von 91.000 US-Dollar zurückerobert. Während die Masse der Anleger weiter in Angststarre verharrt – der Fear & Greed Index meldet „Extreme Furcht" – sorgen institutionelle Großinvestoren für eine Kehrtwende. Die Frage ist, ob die Rally auch zu Wochenbeginn Bestand hat.
ETF-Gelder kehren zurück
Nach zwei schwachen Wochen zum Jahresende 2025 haben die Bitcoin-ETFs am ersten Handelstag 2026 ein deutliches Lebenszeichen gegeben. Am 2. Januar flossen 471,3 Millionen US-Dollar in die Produkte – der stärkste Tag seit Mitte November. Allein BlackRocks IBIT verzeichnete Zuflüsse von 287,4 Millionen Dollar. Gemeinsam mit Ethereum-ETFs zog der Sektor binnen eines Tages 646 Millionen Dollar an und knackte damit die Zwei-Billionen-Marke beim kumulierten Handelsvolumen.
Die Zahlen deuten darauf hin, dass Vermögensverwalter ihre Allokationen für das erste Quartal justieren – ungeachtet der gedrückten Stimmung im Privatanleger-Lager.
Wale kaufen gegen die Angst
Während sich die Mehrheit der Marktteilnehmer zurückhält, zeigen On-Chain-Daten ein anderes Bild. Große Bitcoin-Wallets haben in der vergangenen Woche über 10.000 BTC aufgestockt. Auch Stablecoin-Emittent Tether baut seine Position weiter aus: Am 31. Dezember kaufte das Unternehmen rund 8.888 BTC hinzu und liegt nun mit Beständen im Wert von etwa 8,42 Milliarden Dollar auf Platz fünf der weltgrößten Bitcoin-Halter.
Regulierung im Fokus
Parallel zur Kurserholung rückt das regulatorische Umfeld wieder ins Zentrum. Nach einer verdächtigen Wette auf der Plattform Polymarket – ein Trader verwandelte kurz vor Bekanntwerden des Regierungswechsels in Venezuela rund 32.000 Dollar in über 400.000 Dollar – kündigte der US-Abgeordnete Ritchie Torres ein neues Gesetz an. Der „Public Integrity in Financial Prediction Markets Act 2026" soll Insiderhandel auf dezentralen Prognosemärkten unterbinden.
Zusätzlich steht am 15. Januar eine mögliche Abstimmung über den „Clarity Act" im US-Kongress an. Das Gesetz soll die rechtliche Einordnung digitaler Assets als Wertpapiere oder Rohstoffe klären – ein Schritt, den institutionelle Investoren seit langem fordern.
Technische Lage bleibt angespannt
Aus charttechnischer Sicht hat Bitcoin mit dem „Golden Cross" – die 50-Tage-Linie kreuzt die 200-Tage-Linie von unten – ein historisch bullisches Signal generiert. Allerdings notiert der RSI bei 72 und damit im überkauften Bereich. Kurzfristige Konsolidierungen sind daher nicht ausgeschlossen. Der Wochenendanstieg löste zudem eine Short-Squeeze aus: Rund 58,3 Millionen Dollar an Leerverkäufer-Positionen wurden liquidiert.
Ob Bitcoin die 91.000er-Marke verteidigen kann, wird sich mit Eröffnung der traditionellen Märkte am Montag zeigen. Die Kombination aus geopolitischer Unsicherheit und erneutem institutionellem Interesse könnte den Kurs kurzfristig weiter antreiben – oder in eine volatile Seitwärtsbewegung münden.
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