Bitcoin: Institutionelle ziehen Reißleine
Bitcoin steht weiter unter erheblichem Abgabedruck und kämpft um eine Bodenbildung. Während der Kurs weit unter seinen Höchstständen notiert, ziehen Großanleger Kapital in Rekordhöhe ab. Die Kombination aus regulatorischer Unsicherheit und einer veränderten Risikowahrnehmung wirft die Frage auf: Ist das nur eine tiefe Korrektur oder der Beginn einer längeren Eiszeit für Kryptowährungen?
Massive Abflüsse belasten
Der Kryptomarkt präsentiert sich in einer fragilen Verfassung. Zwar konnte sich Bitcoin nach dem Rutsch auf ein neues Jahrestief am Wochenende leicht stabilisieren und notiert aktuell im Bereich von 88.000 US-Dollar, doch die Erholung wirkt kraftlos. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von über 124.000 US-Dollar beträgt mittlerweile fast 30 Prozent.
Hauptverantwortlich für die Schwäche ist eine deutliche Flucht institutioneller Investoren. In der vergangenen Woche verzeichneten die Spot-Bitcoin-ETFs Abflüsse von fast 1,3 Milliarden US-Dollar. Das markiert den stärksten wöchentlichen Rückgang seit fast einem Jahr. Marktbeobachter werten dies als klares Indiz dafür, dass Großanleger ihr Risiko in dem volatilen Umfeld drastisch reduzieren und Kapital abziehen.
Warnsignale aus dem Netzwerk
Ein Blick auf die On-Chain-Daten untermauert die skeptische Haltung. Erstmals seit Oktober 2023 ist die Profitabilitätskennzahl des Netzwerks in den negativen Bereich gerutscht. Das bedeutet, dass Bitcoin-Transaktionen im Durchschnitt mit Verlust realisiert werden – Anleger verkaufen also vorwiegend zur Schadensbegrenzung und nicht zur Gewinnmitnahme.
Zusätzlich zeigt sich eine bedenkliche Diskrepanz zwischen Preisniveau und tatsächlicher Nutzung. Die Anzahl der täglich aktiven Adressen liegt deutlich unter den Spitzenwerten von 2021. Dies deutet darauf hin, dass die vergangenen Kursgewinne primär durch Finanzprodukte wie ETFs getrieben wurden und nicht durch eine breite Zunahme der Netzwerkaktivität. Dass der sogenannte Coinbase Premium Index auf ein Jahrestief gefallen ist, signalisiert zudem spezifischen Verkaufsdruck durch US-amerikanische Marktteilnehmer.
Makro-Faktoren und Regulierung
Neben der Marktstruktur sorgen externe Faktoren für Gegenwind. Investoren agieren vor der anstehenden Sitzung der US-Notenbank und angesichts drohender regulatorischer Verschärfungen äußerst vorsichtig. Der "CLARITY Act" des US-Senats und eine striktere Durchsetzung von Sanktionen stehen dabei im Fokus. Die Prämie für Bitcoin-Futures ist auf nur noch 5 Prozent gefallen, was weit unter dem Niveau liegt, das üblicherweise Optimismus unter professionellen Händlern signalisiert.
Die aktuelle Lage gleicht einem fragilen Waffenstillstand. Analysten sehen für eine nachhaltige Wende zwei zwingende Voraussetzungen: Die Rückkehr einer stabilen Nachfrage am Spot-Markt und eine Beruhigung der makroökonomischen Risiken. Kurzfristig richtet sich der Blick der Branche nun auf den 29. Januar, wenn SEC und CFTC ihre Gespräche zur regulatorischen Harmonisierung wiederaufnehmen – ein Termin, der neue Impulse für die Marktstruktur liefern könnte.
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