Die Rückkehr geopolitischer Spannungen trifft den Kryptomarkt empfindlich. Während traditionelle sichere Häfen wie Gold von der Unsicherheit profitieren, gerät Bitcoin durch den eskalierenden Handelsstreit zwischen den USA und der EU unter die Räder. Anleger ziehen Kapital aus Risiko-Assets ab, was die Frage aufwirft: Ist das aktuelle Kursniveau um 93.183 USD stabil genug, um dem makroökonomischen Gegenwind standzuhalten?

Eskalation im Handelsstreit

Auslöser für die jüngste Unruhe ist die Ankündigung neuer Zölle durch US-Präsident Donald Trump gegen acht europäische Länder, darunter Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Der Konflikt, der sich primär an der Grönland-Frage entzündet, sorgt für eine breite Verunsicherung an den globalen Märkten ("Risk-off"). Die geplanten Strafzölle, die bis Juni 2026 auf 25 Prozent steigen sollen, sowie die drohenden Gegenmaßnahmen der EU in Milliardenhöhe belasten die Stimmung massiv.

Bitcoin konnte sich diesem negativen Umfeld nicht entziehen. Anders als in früheren Phasen, in denen die Kryptowährung als "digitales Gold" gehandelt wurde, zeigt sie aktuell eine hohe Korrelation zu klassischen Risikoanlagen. Der fehlende Schutzcharakter in dieser geopolitischen Gemengelage veranlasste viele Marktakteure dazu, Positionen zu reduzieren.

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Massive Liquidationen und gemischte Signale

Der Abwärtsdruck hatte unmittelbare technische Folgen. Binnen 24 Stunden wurden im gesamten Kryptosektor Positionen im Wert von über 815 Millionen US-Dollar zwangsliquidiert, wobei der Großteil auf optimistische Long-Wetten entfiel. Technisch befindet sich Bitcoin damit weiter in einer seit fast zwei Monaten andauernden Konsolidierungsphase. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch beträgt mittlerweile gut 25 Prozent.

Auch bei den institutionellen Investoren zeigt sich ein differenziertes Bild:
* ETF-Markt: Zwar verzeichneten die Spot-ETFs auf Wochensicht Zuflüsse von über 1,4 Milliarden US-Dollar, doch zum Wochenausklang dominierten deutliche Abflüsse, insbesondere bei Grayscale und Bitwise.
* Adoption: Trotz der Kurschwäche schreitet die Akzeptanz voran. So kündigte die US-Burgerkette Steak 'n Shake den Aufbau einer strategischen Bitcoin-Reserve an, während der Hypothekenanbieter Newrez plant, Krypto-Assets in seine Bonitätsprüfungen einzubeziehen.

Warnzeichen aus der On-Chain-Analyse

Ein Blick auf die Netzwerkdaten mahnt zur Vorsicht. Größere Investorengruppen haben ihre Bestände zuletzt eher auf Börsen transferiert, was oft auf Verkaufsabsichten hindeutet. Zudem zeigen Analysen, dass kurzfristige Halter im Durchschnitt auf nicht realisierten Verlusten sitzen. Ohne eine zügige Rückkehr in die Gewinnzone steigt die Wahrscheinlichkeit, dass diese Gruppe unter Druck verkauft, um weitere Verluste zu begrenzen. Auch technische Indikatoren wie der "Bearish Kumo Twist" im Wochenchart signalisieren potenzielle Risiken.

Konkreter Ausblick

Die Marktteilnehmer blicken nun auf eine Woche voller richtungsweisender Ereignisse. Neben der Wiedereröffnung der US-Märkte nach dem Feiertag am Dienstag stehen vor allem die US-BIP-Daten sowie eine erwartete Entscheidung des Supreme Court zur Rechtmäßigkeit der Trump-Zölle im Fokus. Sollten diese Ereignisse keine Entspannung signalisieren, könnte der Test der unteren Unterstützungszonen bei 80.000 bis 88.000 US-Dollar bevorstehen.

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