Bitcoin: Geopolitik trifft Geldpolitik
Der Iran-Krieg und die Fed haben Bitcoin in die Zange genommen. Während die US-Notenbank die Zinsen erwartungsgemäß unverändert ließ, verschärfte Fed-Chef Jerome Powell den Ton — und verwies explizit auf steigende Ölpreise als neues Inflationsrisiko. Das reichte, um BTC unter die Marke von 71.000 Dollar zu drücken.
Fed erhöht Inflationsprognose
Die Entscheidung, den Leitzins in der Spanne von 3,50 % bis 3,75 % zu belassen, überraschte niemanden. Was die Märkte bewegte, war der Ausblick: Die Fed-Policymaker hoben ihre Inflationsprognose für 2026 von 2,4 % auf 2,7 % an. Das sogenannte Dot Plot signalisiert weiterhin nur eine einzige Zinssenkung um 25 Basispunkte im laufenden Jahr — und eine weitere 2027.
Der Hintergrund ist kaum zu übersehen: Der seit knapp drei Wochen andauernde Konflikt mit dem Iran hat den Ölpreis von unter 60 Dollar zu Jahresbeginn auf nahezu 100 Dollar pro Barrel getrieben. Spannungen rund um die Straße von Hormus drohen, die Inflation hartnäckig über dem Fed-Ziel von 2 % zu halten. Die Notenbank reagiert mit einem klaren Abwarten — zu früh für konkrete Schritte, zu riskant für Entwarnung.
Klassisches FOMC-Muster
Bitcoins Reaktion folgte einem bekannten Muster. Daten des Bitcoin-Kreditgebers Two Prime zeigen: Nach sieben von acht FOMC-Sitzungen im Jahr 2025 verzeichnete BTC in den folgenden 48 Stunden negative Renditen. Auch diesmal gaben parallel S&P 500 und Nasdaq um rund 0,7 % nach — ein klassisches "Sell the News"-Szenario bei Risikoanlagen.
Strukturell sieht das Bild jedoch differenzierter aus. US-amerikanische Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten im bisherigen Monatsverlauf Netto-Zuflüsse von rund 1,3 Milliarden Dollar — was den ersten positiven Monat seit Oktober werden könnte. Zudem wurde am 10. März der 20-millionste Bitcoin gemined. Mit nur noch einer Million BTC, die in den kommenden 114 Jahren entstehen werden, gewinnt das Knappheits-Narrativ wieder an Gewicht.
Powells Abgang als Zusatzfaktor
Ein weiterer Unsicherheitsfaktor ist der bevorstehende Führungswechsel an der Fed-Spitze. Powells Mandat endet am 15. Mai 2026; Präsident Trump nominierte im Januar Kevin Warsh als Nachfolger. Warsh gilt als geldpolitisch restriktiver, aber möglicherweise offener gegenüber Finanzinnovation und Deregulierung. Die Märkte versuchen bereits, eine mögliche Philosophieverschiebung einzupreisen.
Laut Sygnum-Bank-CIO Fabian Dori sendet Bitcoins wiederholtes Scheitern oberhalb von 75.000 Dollar ein Warnsignal. Solange die Fed die inflationären Folgen des Iran-Krieges in den Vordergrund stellt und Zinssenkungserwartungen dämpft, dürfte BTC unterhalb dieser Marke verharren — trotz robuster institutioneller Nachfrage im Hintergrund.
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