Bitcoin: Fed bremst Erholung
Die Hoffnung auf eine Zinswende ist vorerst vom Tisch. Das Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung offenbarte eine unerwartet restriktive Haltung – mehrere Mitglieder sprachen sich sogar für mögliche Zinserhöhungen aus. Bitcoin geriet daraufhin unter Druck und fiel unter die Marke von 66.500 US-Dollar.
Überraschend restriktive Fed-Signale
Die am 18. Februar veröffentlichten Protokolle der Fed-Sitzung vom 28. Januar zeigten ein deutlich restriktiveres Bild als erwartet. Das Offenmarktkomitee votierte mit 10 zu 2 Stimmen für eine Beibehaltung des Leitzinses bei 3,5 bis 3,75 Prozent. Die Gouverneure Christopher Waller und Stephen Miran stimmten gegen die Entscheidung – sie plädierten für eine Senkung um 0,25 Prozentpunkte.
Bemerkenswert: Mehrere Teilnehmer warnten davor, dass weitere Lockerungsschritte bei weiterhin erhöhter Inflation das Engagement der Fed für das Zwei-Prozent-Ziel untergraben könnten. Einige Mitglieder forderten zudem, im offiziellen Statement mögliche „Aufwärtsanpassungen" des Leitzinses zu erwähnen – eine klare Andeutung potenzieller Zinserhöhungen.
Für die nächste Sitzung am 17. und 18. März gilt eine Zinssenkung damit als ausgeschlossen.
Führungswechsel verschärft Unsicherheit
Die restriktive Mehrheit im Fed-Komitee trifft auf einen bevorstehenden Führungswechsel. Im Mai endet die Amtszeit von Jerome Powell, sein designierter Nachfolger Kevin Warsh hat sich in der Vergangenheit für niedrigere Zinsen ausgesprochen – im Einklang mit der Trump-Administration.
Warsh' erste Sitzung als Fed-Chef wäre im Juni. Die Frage ist, ob er eine tief gespaltene Notenbank in Richtung Lockerung steuern kann, während die Inflation hartnäckig bleibt und eine Mehrheit im Komitee auf Restriktionskurs steht.
Kryptomärkte unter Druck
Bitcoin reagierte umgehend auf die Fed-Protokolle. Die Kryptowährung fiel am Nachmittag des 18. Februar von rund 68.300 US-Dollar auf unter 66.500 Dollar – ein Minus von 1,6 Prozent innerhalb von 24 Stunden.
Die Rückkehr asiatischer Händler nach den Neujahrsfeiertagen verstärkte die Bewegung durch höhere Handelsvolumina. Zusätzlichen Druck erzeugten eskalierende Spannungen zwischen den USA und Iran, die den Ölpreis um über vier Prozent steigen ließen und die Risikobereitschaft dämpften.
Der Relative-Stärke-Index (RSI) steht im Wochenchart bei 27,64 und nähert sich damit überverkauftem Terrain. Bitcoin notiert unter seinen wichtigen gleitenden Durchschnitten. Analysten verweisen allerdings auf ein Golden Cross im Wochenchart vom 17. Februar – ein Muster, das in den vergangenen sechs Monaten historisch Anstiegen von 15 bis 21 Prozent vorausging.
Die Unterstützungszone zwischen 65.000 und 66.000 Dollar gilt als bedeutsamer Bereich für mögliche kurzfristige Erholungen.
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