Bitcoin kämpft derzeit sichtlich um Stabilität und notiert unter der psychologisch wichtigen Marke von 90.000 US-Dollar. Nach dem kurzen Ausflug in Richtung 95.000 Dollar dominieren nun Gewinnmitnahmen und Vorsicht das Marktgeschehen. Verantwortlich für den Stimmungsumschwung sind vor allem der Rückzug institutioneller Investoren und neu aufgeflammte Sicherheitsdebatten.

Kapitalflucht aus ETFs

Der stärkste Gegenwind kommt aktuell aus dem ETF-Sektor. In der vergangenen Woche verzeichneten die in den USA gelisteten Bitcoin-Spot-ETFs Nettoabflüsse in Höhe von 1,72 Milliarden US-Dollar. Das ist die längste Serie an Geldabflüssen seit November 2025. Selbst Schwergewichte wie der iShares Bitcoin Trust von BlackRock blieben von Rückgaben nicht verschont.

Analysten sehen den Grund hierfür weniger in einer fundamentalen Abkehr von Bitcoin, sondern in einer technischen Marktbereinigung. Der sogenannte "Basis Trade" – eine beliebte Arbitrage-Strategie von Hedgefonds – hat massiv an Attraktivität verloren. Die Renditen dieser Strategie sind von ehemals rund 17 Prozent auf unter 5 Prozent gefallen, was kaum noch die Finanzierungskosten deckt. Institutionelle Anleger lösen daher ihre Positionen auf, was den Verkaufsdruck auf den Spotmarkt erhöht.

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Sorgen um Quantencomputer

Neben den Finanzströmen belastet auch eine technologische Debatte den Kurs. Christopher Wood, Stratege bei Jefferies, entfernte Bitcoin kürzlich aus einem wichtigen Modellportfolio und begründete dies mit langfristigen Risiken durch Quantencomputer, die heutige Verschlüsselungsstandards gefährden könnten. Diese Diskussion erhielt durch neue Forschungsergebnisse von Chaincode Labs zusätzliche Nahrung.

Die Branche reagiert zwar bereits auf diese theoretische Bedrohung – unter anderem gründete Coinbase einen Expertenbeirat –, doch die Unsicherheit trägt zur aktuellen Underperformance gegenüber Gold bei. Während das Edelmetall seit Jahresbeginn deutlich zulegen konnte, hinkt die digitale Währung hinterher.

Warnsignale aus dem Netzwerk

Auch die On-Chain-Daten mahnen zur Vorsicht. Indikatoren von CryptoQuant zeigen, dass große Adressen ("Whales") derzeit eher Bestände abstoßen als akkumulieren. Zudem signalisiert die negative Preisprämie auf der Handelsplattform Coinbase eine schwache Nachfrage seitens US-amerikanischer Großanleger.

Für die weitere Kursentwicklung wird nun entscheidend sein, ob die Unterstützungszone zwischen 88.000 und 89.000 Dollar hält. Sollte der Abgabedruck anhalten, rückt der durchschnittliche Einstandspreis der ETF-Investoren bei rund 84.100 Dollar als potenzieller Boden in den Fokus. Am 27. Januar könnten zudem neue Impulse aus Washington folgen, wenn der Senatsausschuss über wichtige Gesetzesvorhaben zur Marktregulierung berät.

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