Bitcoin: Bodenbildung bei 90.000 Dollar?
Der November 2025 geht für Bitcoin als Verlustmonat in die Geschichte ein. Nach dem brutalen Absturz von über 126.000 Dollar im Oktober auf zeitweise unter 80.000 Dollar ringt die Kryptowährung nun um Stabilität. Doch während die Kurse um die 90.000-Dollar-Marke pendeln, stellt sich die Frage: Ist das die Ruhe vor dem Sturm – oder der Beginn einer nachhaltigen Erholung?
November-Crash: Von 111.000 auf 80.000 Dollar
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Bitcoin hat in diesem Monat rund 20 Prozent an Wert verloren. Anfang November notierte BTC noch über 110.000 Dollar, bevor eine scharfe Korrektur einsetzte. Mitte des Monats fiel die Kryptowährung unter die psychologisch wichtige 100.000-Dollar-Schwelle, Ende November wurden sogar Tiefs nahe 80.000 Dollar markiert.
Die Gründe für den Einbruch sind vielschichtig:
- Risk-Off-Stimmung: Anleger ziehen sich aus spekulativen Assets zurück
- KI-Blasen-Angst: Sorgen vor überhitzten Tech-Bewertungen belasten
- Fed-Unsicherheit: Unklare Zinsperspektiven verunsichern Investoren
Binance-CEO Richard Teng sieht in der Entwicklung eine "gesunde Konsolidierungsphase" und spricht von einer "Entschuldung der Investoren". Doch nicht alle teilen diese gelassene Einschätzung.
Institutionelle unter Druck: MicroStrategy verliert 36 Prozent
Ein brisanter Aspekt der aktuellen Krise: Unternehmen, die Bitcoin als Treasury-Asset halten, geraten massiv unter Druck. Mindestens 15 dieser sogenannten "Digital Asset Treasury"-Firmen notieren mittlerweile unter dem Wert ihrer Bitcoin-Bestände.
Besonders dramatisch: Die Aktie von Strategy (ehemals MicroStrategy) – dem Pionier der Corporate-Bitcoin-Strategie unter Michael Saylor – ist im November um fast 36 Prozent eingebrochen. Da diese Treasury-Unternehmen zusammen etwa vier Prozent aller im Umlauf befindlichen Bitcoin kontrollieren, könnten Zwangsverkäufe den Markt zusätzlich belasten.
On-Chain-Daten zeigen: Wale akkumulieren weiter
Trotz der Kursschwäche senden On-Chain-Metriken ein überraschend bullishes Signal. Analyst Crypto Patel verweist auf massive Bitcoin-Abflüsse von den Exchanges: 14.858 BTC in der vergangenen Woche, 47.292 BTC in den letzten 30 Tagen. Seine Interpretation: "Wale verschieben in die Selbstverwahrung – ein Zeichen für stärkere langfristige Überzeugung."
Auch die technische Analyse liefert Hoffnungsschimmer. Stratege Kamran Asghar betont, dass Bitcoin seine "aufsteigende Trendlinie" aus Mitte November respektiert. Die Unterstützungszone um 90.000 Dollar wurde mehrfach erfolgreich verteidigt.
Entscheidende Marken für die kommenden Tage:
- Widerstand: 91.500–92.000 Dollar (kurzfristige Hürde)
- Breakout-Ziel: Über 94.000 Dollar würde den Weg Richtung 98.000–102.000 Dollar freimachen
- Support: Die 90.000-Dollar-Zone bleibt kritisch
Fed-Hoffnung und der Kampf um 92.000 Dollar
Etwas Rückenwind kommt von der Zinsfrontseite. Die Wahrscheinlichkeit für eine Fed-Zinssenkung im Dezember ist laut CME FedWatch-Tool von 71 auf fast 87 Prozent gestiegen. Niedrigere Zinsen begünstigen typischerweise renditearme Assets wie Bitcoin.
Der Fear & Greed Index hat sich derweil von extremen Angst-Niveaus bei 11 auf 20 verbessert – ein Zeichen für vorsichtige Erholung. Akshat Siddhant von Mudrex sieht in den Futures-Märkten einen "Leverage-Washout", der das Fundament für einen nachhaltigeren Aufschwung legen könnte.
Ob Bitcoin noch vor Jahresende die 100.000-Dollar-Marke zurückerobern kann, bleibt offen. Ein Weekly Close über 92.000 Dollar wäre jedenfalls das erste wichtige Zeichen für eine Trendwende. Bis dahin heißt es: Geduld bewahren und Unterstützungsniveaus beobachten.
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