Morgan Stanley bläst zur Attacke auf dem Krypto-Markt. Mit einer aggressiven Kampfansage bei den Gebühren will die Großbank dem bisherigen Platzhirsch BlackRock Marktanteile abjagen. Dieser strategische Vorstoß kommt zu einer Zeit, in der das digitale Gold mit massiven Mittelabflüssen und einer gedrückten Anlegerstimmung zu kämpfen hat.

Kampfpreis lockt Investoren

Ende der Woche reichte Morgan Stanley einen aktualisierten Antrag für seinen neuen Spot-ETF mit dem Kürzel MSBT ein. Das bemerkenswerte Detail ist die jährliche Verwaltungsgebühr von lediglich 0,14 Prozent. Damit unterbietet das Institut die bisherigen Angebote auf dem Markt deutlich, einschließlich des dominierenden iShares Bitcoin Trust (IBIT) von BlackRock mit seinen 0,25 Prozent.

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ETF-Analyst Eric Balchunas sieht in dieser Preisgestaltung einen klaren Wettbewerbsvorteil, der frisches Kapital anziehen dürfte. Gepaart mit einem riesigen internen Vertriebsnetzwerk von 16.000 Beratern und sechs Billionen US-Dollar an verwaltetem Vermögen bringt Morgan Stanley die nötige Infrastruktur mit, um die bestehende Hierarchie der Krypto-Fonds ins Wanken zu bringen.

Gegenwind am Markt

Die neue Konkurrenzsituation trifft auf eine schwierige Marktphase. Zuletzt verzeichneten die bestehenden Spot-ETFs spürbare Nettoabflüsse. Allein am vergangenen Freitag zogen Anleger branchenweit rund 225 Millionen US-Dollar ab, wovon ein Großteil auf den IBIT-Fonds von BlackRock entfiel. Zusätzlich sorgte der größte Optionsverfall des Jahres auf der Plattform Deribit im Wert von über 14 Milliarden US-Dollar für kurzfristige Turbulenzen, da Market Maker ihre Positionen massiv anpassen mussten.

Entsprechend verhalten präsentiert sich die aktuelle Kursentwicklung. Derzeit notiert die Kryptowährung bei 68.791 US-Dollar und weist damit seit Jahresbeginn ein Minus von gut 22 Prozent auf. Der sogenannte Fear and Greed Index signalisiert mittlerweile eine Kapitulation vieler Kleinanleger.

Institutioneller Fokus

Trotz der aktuellen Zurückhaltung großer Investoren und der sinkenden Transaktionsvolumina der "Wale" zeigt der Einstieg von Morgan Stanley die zunehmende Reife des Marktes. Institutionelle Akteure setzen offenbar weniger auf kurzfristige Spekulation als auf einen systematischen, langfristigen Aufbau von Krypto-Positionen. Ein Bremsklotz bleibt allerdings die regulatorische Seite. Da die Krypto-Gesetzgebung in den USA derzeit stagniert, reagierte die Citigroup bereits und senkte ihre Bitcoin-Kursziele für die kommenden zwölf Monate.

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