BioNTech will sich neu erfinden. Der Mainzer Biotech-Konzern hat auf der J.P. Morgan Healthcare Conference ein ambitioniertes Programm vorgestellt: Sechs zusätzliche Phase-3-Studien sollen 2026 starten, sieben wichtige Studienergebnisse werden erwartet. Das Ziel ist klar – der Wandel vom Corona-Impfstoffhersteller zum breit aufgestellten Onkologie-Player.

Aggressive Studienpläne für 2026

CEO Ugur Sahin präsentierte am 13. Januar 2026 eine Roadmap, die aufhorchen lässt. Derzeit laufen bereits über 25 Phase-2- und Phase-3-Studien im Krebsbereich. Bis Jahresende sollen es 15 Studien in der entscheidenden Phase 3 sein – eine Verdopplung innerhalb von nur zwei Jahren.

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Die Zahlen im Detail:

  • Sieben späte Datenpunkte in 2026
  • Mindestens 17 weitere bis 2030
  • Sechs neue Phase-3-Starts geplant
  • Portfolio umfasst Immunmodulatoren, Antikörper-Wirkstoff-Konjugate und mRNA-Krebstherapien

Partnerschaften mit Bristol-Myers Squibb, Genentech und anderen sollen die Entwicklung beschleunigen. Die Pipeline ist breit aufgestellt, doch keines der Onkologie-Produkte wird 2026 Umsätze generieren.

Starke Finanzbasis trifft auf sinkende COVID-Erlöse

Per 31. Dezember 2025 verfügte BioNTech über rund 17,2 Milliarden Euro an liquiden Mitteln. Diese Kriegskasse ermöglicht die massiven Forschungsinvestitionen ohne Fremdfinanzierung. Im November 2025 hatte das Unternehmen die Umsatzprognose auf 2,6 bis 2,8 Milliarden Euro angehoben und gleichzeitig die Ausgaben für Forschung und Verwaltung gesenkt – ein Zeichen verbesserter Kosteneffizienz.

Allerdings wird der Umsatz mit dem Corona-Impfstoff Comirnaty 2026 voraussichtlich sinken. Veränderte Impfempfehlungen in den USA und der Übergang von mehrjährigen Verträgen zu Privatmärkten weltweit belasten das Geschäft. Die Abhängigkeit vom COVID-Produkt bleibt hoch.

50 Millionen Dollar für Innovation

Parallel hat BioNTech gemeinsam mit der University of Pennsylvania und Osage University Partners den „Penn-BioNTech Innovative Therapeutics Seed Fund" mit 50 Millionen Dollar Volumen aufgelegt. Der Fonds soll in Frühphasen-Unternehmen aus der Penn-Forschung investieren – Therapeutika, Diagnostika, Forschungswerkzeuge und KI-gestützte Plattformen.

Die Partnerschaft vertieft die langjährige Zusammenarbeit mit Penn, wo grundlegende mRNA- und Immuntherapie-Forschung betrieben wird. Das Ziel: Zugang zu vielversprechenden Technologien sichern, bevor sie am Markt sichtbar werden.

Ausblick: Katalysatoren voraus

Die vollständigen Zahlen für 2025 legt BioNTech am 10. März 2026 vor, die Hauptversammlung findet am 15. Mai 2026 statt. Beide Termine dürften weitere Details zu Studienergebnissen und zur finanziellen Entwicklung liefern. Das Unternehmen hat sich für 2026 viel vorgenommen – die Frage ist, ob die Pipeline-Offensive überzeugen kann.

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