BioNTech Aktie: Auf Expansionsfreude!
BioNTech sortiert sich neu. Statt Pandemie-Einnahmen stehen nun Krebsmedikamente im Zentrum – und genau darauf zielt eine frische Kaufempfehlung von Goldman Sachs. Die Investmentbank sieht 2026 als Schlüsseljahr, in dem Studienergebnisse zu echten Werttreibern werden könnten. Wie solide ist diese Story untermauert?
Goldman Sachs setzt auf Onkologie
Am 16. Januar hat Goldman Sachs die Einstufung für BioNTech von „Neutral“ auf „Buy“ angehoben und das Kursziel deutlich von 115 auf 142 US‑Dollar erhöht. Ausgehend vom damaligen Kursniveau ergibt sich daraus ein geschätztes Aufwärtspotenzial von rund einem Drittel.
Begründet wird der positive Blick mit BioNTechs Positionierung in der „Next-Generation Immuno-Onkologie“. Die Analysten verweisen vor allem auf Fortschritte bei Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten (ADCs) und ein breites Programmportfolio, das auf einen adressierbaren Markt von über 100 Milliarden US‑Dollar zielt. Aus ihrer Sicht könnte 2026 zu dem Jahr werden, in dem aus bisher überwiegend wissenschaftlichen Projekten konkrete wirtschaftliche Hebel entstehen.
Ambitionierter Fahrplan bis 2026
Auf der jüngsten J.P. Morgan Healthcare Conference hat das Management einen klaren Fahrplan skizziert: BioNTech will sich vom einstigen Single-Product-Unternehmen zum breit aufgestellten Onkologie-Anbieter entwickeln.
Zentrale Eckpunkte:
- Mehr zulassungsrelevante Studien: Die Zahl der laufenden Phase‑3‑Studien soll bis Jahresende auf 15 ausgebaut werden.
- Entscheidende Daten in 2026: Für das Jahr 2026 rechnet das Unternehmen mit sieben wichtigen Datenveröffentlichungen aus Spätphasen-Programmen, die als mögliche Kurstreiber gelten.
- Weitere Studienstarts: Zusätzlich sind sechs neue Phase‑3‑Studien in Vorbereitung, die im laufenden Jahr anlaufen sollen.
Finanziell ist der Konzern dafür gut gerüstet: Rund 17,2 Milliarden Euro an Barmitteln (Stand Ende 2025) stehen zur Verfügung. Damit wird der Übergang zu einem wachstumsstarken Krebsportfolio gezielt unabhängig von früheren COVID‑19-Impfumsätzen finanziert.
Zukäufe und Pipeline-Momente
Parallel zur internen Pipeline treibt BioNTech die Konsolidierung im mRNA-Bereich voran. Die Übernahme von CureVac N.V. ist abgeschlossen, die Aktien des übernommenen Unternehmens wurden zum 16. Januar von der Börse genommen. Damit verschwindet ein wichtiger Wettbewerber vom Markt, und BioNTech kann Ressourcen und Know-how gebündelt einsetzen.
Ein weiterer Baustein ist der Ausbau der Partnerschaften. Für den gemeinsam mit OncoC4 entwickelten Kandidaten Gotistobart (BNT327) zur Behandlung von Lungenkrebs hat BioNTech in den USA den Orphan-Drug-Status der FDA erhalten. Diese Einstufung bringt regulatorische Vorteile und potenzielle Exklusivitätsrechte mit sich – ein deutlicher Hinweis darauf, dass die Behörden dem Projekt substanzielles Potenzial zutrauen.
Kursbild und Einordnung
Nach einer kräftigen Aufwärtsbewegung zu Jahresbeginn zeigt die Aktie aktuell ein gemischtes Bild. Bei einem Kurs von 89,30 Euro liegen die Papiere zwar klar über den Tiefstständen der vergangenen zwölf Monate, aber noch rund ein Viertel unter dem 52‑Wochen-Hoch von Ende Januar 2025. Insgesamt spiegelt die Notierung damit eine noch nicht abgeschlossene Neubewertung der Krebsstrategie wider.
Für das Börsenjahr 2026 zeichnet sich damit ein klarer Rahmen ab: Entscheidend werden die Fortschritte in den zahlreichen Phase‑3‑Programmen und die konkreten Datenupdates, die 2026 anstehen. Gelingt es BioNTech, mehrere dieser Projekte erfolgreich voranzubringen, könnte sich die nun von Goldman Sachs ausgerufene Onkologie-Story zu einem zentralen Kurstreiber entwickeln – während der Einfluss des rückläufigen COVID‑Geschäfts weiter in den Hintergrund tritt.
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