Der Biotechnologiekonzern verzeichnet sinkende Prognosen und Aktienkurse, setzt jedoch auf neue Kooperationen und vielversprechende Medikamentenzulassungen.


Biogen prognostizierte im Februar einen Rückgang des bereinigten Gewinns pro Aktie für 2025 auf einen Wert zwischen 15,25 und 16,25 Euro. Diese Prognose liegt unter den Erwartungen der Analysten und spiegelt die aktuellen Herausforderungen des Unternehmens wider. Die Aktie erreichte am Freitag mit 127,95 Euro ihren tiefsten Stand der letzten 52 Wochen und verzeichnet auf Jahressicht einen dramatischen Rückgang von fast 37 Prozent.

Der Biotechnologie-Konzern sieht sich mit verstärktem Wettbewerb im Markt für Multiple-Sklerose-Medikamente und ungünstigen Währungseffekten konfrontiert. Die Verkaufszahlen der MS-Behandlungen wie Tecfidera und Tysabri sanken im letzten Quartal um 8 Prozent. Die aktuelle Marktposition des Unternehmens wird durch diese Faktoren erheblich belastet, was sich auch im Aktienkurs widerspiegelt, der inzwischen mehr als 24 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt liegt.

Strategische Kooperationen und Zulassungsfortschritte

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In Reaktion auf diese Herausforderungen intensiviert Biogen seine strategischen Initiativen. Eine wichtige Maßnahme ist die Zusammenarbeit mit Stoke Therapeutics zur Entwicklung von Zorevunersen für das Dravet-Syndrom, eine schwere Form der kindlichen Epilepsie. Die globale Phase-3-Studie soll im zweiten Quartal 2025 beginnen, mit entscheidenden Daten, die bis Ende 2027 erwartet werden. Diese Partnerschaft unterstreicht Biogens Bestreben, sein Neurologie-Portfolio zu erweitern und neue Wachstumsfelder zu erschließen.

Parallel dazu erhielt Biogens Alzheimer-Behandlung Lecanemab (vermarktet als Leqembi) im November eine positive Beurteilung vom Ausschuss für Humanarzneimittel der Europäischen Arzneimittel-Agentur. Diese Empfehlung ebnet den Weg für eine mögliche Zulassung in Europa und bietet Hoffnung für Patienten mit früher Alzheimer-Krankheit. Angesichts eines überverkauften RSI-Wertes von 23,2 und der hohen Volatilität von fast 32 Prozent auf annualisierter 30-Tage-Basis beobachten Marktanalysten aufmerksam, ob diese positiven Entwicklungen den Abwärtstrend der Aktie umkehren können.

Die proaktive Herangehensweise von Biogen, einschließlich strategischer Kooperationen und der Fokussierung auf externe Innovation, zielt darauf ab, die Position des Unternehmens in einem wettbewerbsintensiven Markt zu stärken. Die aktuellen Herausforderungen und strategischen Manöver werden die Entwicklung des Unternehmens in den kommenden Jahren maßgeblich beeinflussen.

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