Bayer Aktie: Rally erreicht neuen Höhepunkt
Die Leidenszeit der Bayer-Aktionäre scheint vorerst beendet. Nach einer langen Phase der Unsicherheit markierte das Papier zum Wochenausklang ein neues 12-Monats-Hoch und bestätigte damit den eindrucksvollen Aufwärtstrend. Der eigentliche Treiber für diese Entwicklung sitzt jedoch nicht in Leverkusen, sondern in Washington: Der US-Supreme Court hat eine Entscheidung getroffen, die das Potenzial besitzt, die juristischen Altlasten des Konzerns grundlegend neu zu ordnen.
- Kursentwicklung: Neues 52-Wochen-Hoch bei 44,55 € erreicht
- Performance: +111,21 % auf 12-Monats-Sicht
- Auslöser: Supreme Court nimmt den Glyphosat-Fall „Durnell“ zur Verhandlung an
- Analystenziele: Kursziele bis auf 55 € angehoben
Hoffnung auf juristische Klarheit
Verantwortlich für die jüngste Kaufwelle ist die Nachricht, dass der Oberste Gerichtshof der USA den Fall Monsanto v. Durnell überprüfen wird. Diese am 16. Januar 2026 verkündete Entscheidung könnte den langjährigen Rechtsstreit um den Unkrautvernichter Glyphosat entscheidend beeinflussen. Im Zentrum steht die Frage der sogenannten „Federal Preemption“. Sollten die Richter entscheiden, dass Bundesrecht (die Einstufung von Glyphosat als sicher durch die EPA) Vorrang vor den Warnhinweis-Pflichten einzelner Bundesstaaten hat, würde dies Bayer einen Großteil der verbleibenden Klagerisiken vom Hals schaffen.
Der Markt reagierte prompt auf diese Perspektive. Mit einem Schlusskurs von 44,55 Euro am Freitag setzte die Aktie ihren seit Jahresbeginn laufenden Anstieg von über 17 % fort. Marktbeobachter werten die Annahme des Falls als Signal, dass die Argumentation des Konzerns in Washington Gehör findet.
Operative Wende unterstützt Kursfantasie
Begleitet wird die juristische Hoffnung von einer operativen Aufhellung. Nachdem der Konzern in den Vorjahren massiv unter der Last der Monsanto-Übernahme gelitten hatte, zeigen die strategischen Maßnahmen von CEO Bill Anderson Wirkung. Insbesondere die Pharmasparte lieferte zuletzt positive Signale: Mit fünf Produktzulassungen im Jahr 2025 gewinnt die Pipeline, speziell im Bereich der Zell- und Gentherapien, wieder an Glaubwürdigkeit bei Investoren.
Diese Kombination aus rechtlicher Entlastung und operativem Fortschritt spiegelt sich in den Bewertungen wider. Banken wie Morgan Stanley und Bank of America passten ihre Kursziele im Nachgang der Gerichtsankündigung an und sehen nun Luft bis in den Bereich von 55 Euro.
Blick auf den Sommer
Trotz der Verdopplung des Börsenwerts innerhalb eines Jahres bleibt die weitere Entwicklung stark ereignisgetrieben. Kurzfristig richten sich die Blicke auf den 25. Februar 2026, wenn Bayer die detaillierte Bilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr präsentiert. Hier muss das Management belegen, dass die Zahlen die Vorschusslorbeeren rechtfertigen. Das entscheidende Datum für die langfristige Bewertung bleibt jedoch der Juni 2026: Dann wird das Urteil des Supreme Courts erwartet, welches endgültig darüber entscheidet, ob die juristischen Fesseln fallen.
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