Bayer Aktie: Indien-Offensive gestartet
Bayer weitet seine Partnerschaft mit dem US-Agrarriesen Archer Daniels Midland massiv aus. Im indischen Bundesstaat Maharashtra sollen künftig 100.000 Sojabohnenbauern in das gemeinsame Nachhaltigkeitsprogramm eingebunden werden – viermal so viele wie bisher. Doch während der Leverkusener Konzern operativ expandiert, holt ihn die Monsanto-Vergangenheit erneut ein.
Die wichtigsten Fakten:
- Strategische Partnerschaft mit ADM wird auf 100.000 Landwirte ausgeweitet
- Fokus auf regenerative Landwirtschaft in Indien
- Fachjournal zieht 24 Jahre alte Glyphosat-Studie zurück
- EPA muss 2026 Sicherheitsbewertung von Roundup vornehmen
- Aktie notiert stabil bei 38 Euro
Wachstum in Asien, Altlasten in den USA
Die Kooperation mit ADM zielt direkt auf einen der wichtigsten Agrarmärkte der Welt. Maharashtra ist Indiens zweitgrößter Bundesstaat und ein Schlüsselgebiet für den Sojaanbau. Durch die Vervierfachung der Reichweite positioniert sich Bayer in einem Markt, der für institutionelle Investoren zunehmend relevant wird. Nachhaltige Lieferketten sind längst kein Marketing-Thema mehr, sondern hartes Auswahlkriterium bei Anlageentscheidungen.
Parallel dazu verschärft sich die Glyphosat-Problematik. Die Fachzeitschrift Regulatory Toxicology and Pharmacology hat eine Studie aus dem Jahr 2000 zurückgezogen, die die Unbedenklichkeit des Monsanto-Wirkstoffs stützte. Grund sind ethische Bedenken: E-Mails legen nahe, dass Monsanto direkten Einfluss auf die vermeintlich unabhängige Forschung nahm. Das Timing ist heikel, denn die US-Umweltbehörde EPA steht in diesem Jahr vor der Neubewertung von Roundup.
Markt hat Risiken eingepreist
Bemerkenswert ist die Reaktion der Aktie: Sie zeigt sich unbeeindruckt. Der Kurs notiert am Montagmorgen stabil über der Marke von 38 Euro. Das deutet darauf hin, dass Anleger die juristischen Risiken rund um Glyphosat auf dem aktuellen Niveau bereits berücksichtigen. Seit Jahresbeginn 2024 hat Bayer rund 13.500 Stellen abgebaut – Teil einer branchenweiten Konsolidierung, die auch Wettbewerber wie Merck oder Novo Nordisk betrifft.
Die kommenden Quartalszahlen werden zeigen, ob sich die strikte Kostendisziplin in verbesserten Margen niederschlägt. Kurzfristig gilt es, die technische Unterstützung um 38 Euro zu halten. Sollte die EPA im Laufe des Jahres zu einer für Bayer günstigen Einschätzung kommen, könnte das den juristischen Druck spürbar mindern.
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