Ist das der lang ersehnte Wendepunkt im Glyphosat-Drama? Die Entscheidung des US Supreme Courts, den "Durnell"-Fall zu prüfen, hat bei Bayer für Euphorie gesorgt. Während Anleger nach dem gestrigen Kursfeuerwerk heute Gewinne mitnehmen, sehen Analysten den Weg für eine nachhaltige Neubewertung geebnet.

  • Gerichtsentscheidung: US Supreme Court nimmt "Durnell"-Fall zur Prüfung an.
  • Analysten-Reaktion: Bank of America erhöht Kursziel drastisch auf 55 Euro.
  • Marktbewegung: Konsolidierung bei 43,16 Euro nach neuem 52-Wochen-Hoch.

Hoffnungsschimmer aus den USA

Die Nachricht, auf die Investoren seit Jahren warten, kam am Montag aus Washington: Der Oberste Gerichtshof der USA wird sich mit dem Fall "Durnell" befassen. Marktbeobachter werten dies als potenziellen Befreiungsschlag in der endlosen Klagewelle rund um den Unkrautvernichter Roundup. Eine höchstrichterliche Entscheidung zugunsten von Bayer könnte die rechtlichen Risiken massiv eindämmen und die jahrelange Unsicherheit beenden.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Bayer?

Die Reaktion am Markt war eindeutig: Die Aktie markierte gestern bei 44,40 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch. Dass der Kurs heute auf 43,16 Euro zurückkommt, interpretieren Händler primär als technische Gegenreaktion auf den rapiden Anstieg.

Banken streichen Risikoabschläge

Die großen Investmentbanken reagierten umgehend auf die veränderte Risikolage. Besonders optimistisch zeigt sich die Bank of America (BofA). Die Analysten hoben ihr Kursziel signifikant um 20 Euro auf nun 55 Euro an und bestätigten ihre Kaufempfehlung. Auch Barclays zog nach und sieht den fairen Wert nun bei 50 Euro (zuvor 45 Euro). Der Konsens ist klar: Die Wahrscheinlichkeit eines günstigen Ausgangs in der Glyphosat-Causa ist gestiegen, was den bisherigen Risikoabschlag der Aktie ungerechtfertigt erscheinen lässt.

Konsolidierung auf hohem Niveau

Trotz der fundamentalen Zuversicht dominieren am Dienstag Gewinnmitnahmen das Bild. Der Rücksetzer unter die 44-Euro-Marke zeigt, dass die Nervosität noch nicht vollständig gewichen ist. Mit einem Plus von über 100 Prozent auf Sicht von 12 Monaten haben viele Investoren jedoch komfortable Gewinne im Depot, die nun teilweise realisiert werden.

Entscheidend für die weitere Entwicklung bleibt der Zeitplan des Supreme Courts. Sollte sich hier eine positive Tendenz verfestigen, dürfte der Bereich um 43 Euro als Sprungbrett für den nächsten Angriff auf das 52-Wochen-Hoch dienen. Vorerst gilt es für die Bullen, dieses Niveau zu verteidigen.

Bayer-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Bayer-Analyse vom 20. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Bayer-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Bayer-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 20. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Bayer: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...