Barrick Mining treibt die größte Umstrukturierung seiner modernen Geschichte voran — und steht dabei vor einer entscheidenden Hürde. Der geplante Börsengang von „NewCo" soll die nordamerikanischen Goldaktiva des Konzerns verselbstständigen. Ob das Vorhaben wie geplant Ende 2026 gelingt, hängt auch von einem Rechtsstreit mit dem unangenehmsten möglichen Gegner ab: dem eigenen Joint-Venture-Partner Newmont.

Das NewCo-Projekt: Wert freisetzen durch Trennung

Der Kern der Transaktion ist klar: Barrick will seine stabilen nordamerikanischen Goldminen von den wachstumsstarken, aber risikobehafteten Projekten in Afrika und Pakistan trennen. NewCo soll drei Kernanlagen bündeln — den 61,5-prozentigen Anteil an Nevada Gold Mines (NGM), den 60-prozentigen Anteil an der Pueblo-Viejo-Mine in der Dominikanischen Republik sowie das vollständig eigene Fourmile-Projekt in Nevada.

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Fourmile ist dabei das Herzstück. Die erklärten Goldressourcen haben sich im zweiten Jahr in Folge verdoppelt — auf 2,6 Millionen Unzen angezeigte Ressourcen bei einem Gehalt von 17,59 Gramm pro Tonne. Das Bohrbudget steigt 2026 auf 150 bis 160 Millionen US-Dollar, verglichen mit 91 Millionen im Vorjahr. Eine erste wirtschaftliche Bewertung deutet auf eine jährliche Produktion von 600.000 bis 750.000 Unzen hin. Analysten schätzen den Gesamtwert der nordamerikanischen Aktiva auf 56 bis 62 Milliarden US-Dollar.

Newmont als Stolperstein

Die Transaktion hat jedoch einen gewichtigen Gegner. Newmont stellte im Februar 2026 einen formellen Verzugsantrag gegen Barrick und wirft dem Unternehmen „Misswirtschaft" sowie eine Umleitung von Ressourcen zugunsten des eigenen Fourmile-Projekts vor — auf Kosten des gemeinsamen NGM-Ventures. Schwerwiegender noch: Newmont sieht den IPO als „Change of Control"-Ereignis und besteht auf seinem Vorkaufsrecht sowie Sperrrechten über NGM-Anteile.

Sollte Newmont die Zustimmung verweigern, könnte der Börsengang rechtlich blockiert werden. NGM ist das Kernstück von NewCo — ohne diesen Anteil verliert die gesamte Konstruktion wesentlich an Substanz.

Steigende Kosten, starker Cashflow

Parallel zur strategischen Neuausrichtung wächst der Kostendruck. Die All-in-Sustaining-Costs (AISC) stiegen im vierten Quartal 2025 um rund neun Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 1.581 US-Dollar je Unze. Für 2026 rechnet Barrick mit AISC zwischen 1.760 und 1.950 US-Dollar — kalkuliert auf Basis eines Goldpreisannahme von 4.500 US-Dollar je Unze.

Der hohe Goldpreis schafft dabei einen komfortablen Puffer. Im vierten Quartal 2025 erzielte Barrick einen operativen Cashflow von 2,73 Milliarden US-Dollar und einen freien Cashflow von 1,62 Milliarden — jeweils Rekordwerte. Über das Gesamtjahr 2025 wurden rund 50 Prozent des operativen Cashflows in freien Cashflow umgewandelt, der im Jahresvergleich um 194 Prozent zulegte.

Produktion und Dividende

Die Goldproduktionsguidance für 2026 liegt bei 2,90 bis 3,25 Millionen Unzen — etwas unterhalb der bereinigten 2025-Produktion von 3,03 Millionen Unzen. Das Management erklärt die Differenz mit planmäßigen Wartungsarbeiten und dem Hochlauf der Goldrush-Mine in Nevada, der die Produktion stärker auf die zweite Jahreshälfte verschiebt.

Die neue Dividendenpolitik sieht eine Ausschüttung von 50 Prozent des annualisierten freien Cashflows vor — ein Signal, dass das Management trotz des laufenden Umbaus auf nachhaltige Kapitalrückflüsse setzt. Ob der NewCo-IPO seine rechtlichen und operativen Hürden bis Ende 2026 überwindet, wird die entscheidende Frage für die Barrick-Aktie im weiteren Jahresverlauf sein.

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