Die Aktie des Minenriesen Barrick Gold kennt seit Monaten fast nur eine Richtung: steil nach oben. Getrieben von einem historischen Goldpreis jenseits der 4.400 US-Dollar füllen sich die Kassen des Konzerns in Rekordtempo. Doch mitten in die exzellente Stimmung am Markt platzen nun alarmierende Daten aus Westafrika, die zeigen, dass der politische Gegenwind in Mali tiefere Spuren hinterlassen hat als erwartet.

Streit in Mali fordert Tribut

Der langanhaltende Konflikt mit der malischen Regierung hat die operative Leistungsfähigkeit von Barrick in der Region empfindlich getroffen. Wie aus Daten des dortigen Minenministeriums hervorgeht, lieferte der Loulo-Gounkoto-Komplex im Jahr 2025 lediglich 5,5 Tonnen Gold. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es noch 22,5 Tonnen – ein dramatischer Rückgang.

Hintergrund dieses Absturzes ist ein zweijähriger Streit über verschärfte Bergbaugesetze, in dessen Verlauf der Komplex zeitweise unter vorläufige Verwaltung gestellt wurde. Zwar konnte Ende letzten Jahres eine Einigung erzielt werden, doch die Machtverhältnisse haben sich verschoben: Barrick ist vom Platzhirsch auf Rang drei der größten Produzenten in Mali abgerutscht, überholt von B2Gold und Allied Gold.

Rekordgewinne federn den Rückschlag ab

Dass die Aktie trotz dieser operativen Delle auf Sicht von 12 Monaten um satte 175 % zulegen konnte, liegt an der schieren Kraft des Goldpreises. Das Edelmetall notiert nahe Allzeithochs, gestützt durch Zinskürzungen der US-Notenbank und anhaltende geopolitische Spannungen.

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Dies spiegelt sich direkt in der Bilanz wider. Trotz der Probleme in Afrika generierte Barrick im dritten Quartal einen operativen Cashflow von 2,4 Milliarden US-Dollar. Die hohen Marktpreise kompensieren derzeit die gesunkenen Fördermengen und die gestiegenen Kosten (All-in Sustaining Costs), die im dritten Quartal bei 1.538 US-Dollar pro Unze lagen.

Strategische Neuausrichtung geplant

Um weitere Werte zu heben, prüft das Management derzeit eine Abspaltung der nordamerikanischen Vermögenswerte. Ein möglicher Börsengang dieser Sparte, die intern als "NewCo" bezeichnet wird, würde unter anderem die riesigen Nevada Gold Mines umfassen. Barrick plant, die Mehrheit an diesem neuen Vehikel zu behalten.

Gleichzeitig forciert der Konzern die Diversifizierung in Richtung Kupfer. Projekte wie die Erweiterung der Lumwana-Mine in Sambia und das Reko-Diq-Projekt in Pakistan sollen die Abhängigkeit vom Goldpreis mittelfristig verringern. Analysten trauen dem Reko-Diq-Projekt allein ab 2028 einen jährlichen Kupferumsatz von rund 900 Millionen US-Dollar zu.

Zahlen im Februar entscheidend

Der Fokus der Anleger richtet sich nun auf den 5. Februar 2026. An diesem Tag wird Barrick die Ergebnisse für das vierte Quartal sowie das Gesamtjahr präsentieren. Analysten erwarten für 2025 ein Gewinnwachstum von fast 80 %. Entscheidend wird dabei sein, ob das Management glaubhaft darlegen kann, dass die Produktion in Mali nach der Einigung mit der Regierung wieder hochgefahren werden kann.

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