Barrick Mining steht vor einem wichtigen Termin: Am 5. Februar veröffentlicht der Goldproduzent seine Zahlen für das Gesamtjahr und das vierte Quartal 2025. Die Erwartungen sind hoch, denn der Konzern profitiert von Rekord-Goldpreisen von über 4.400 US‑Dollar je Unze und einer starken Kursrally. Gelingt es, diese außergewöhnliche Preisphase in deutlich steigende Gewinne und Cashflows zu übersetzen?

Berichtstermin und Markterwartungen

Das Zahlenwerk soll am 5. Februar um 6:00 Uhr ET vorgelegt werden. Im Anschluss plant das Management eine Webcast-Präsentation mit Fragerunde für Analysten.

Die aktuellen Konsensschätzungen deuten auf kräftiges Wachstum hin:

  • Gewinn je Aktie 2025: 2,28 US‑Dollar, rund 79 % mehr als 2024
  • Umsatz Q4 2025: 5,15 Milliarden US‑Dollar, ein Plus von gut 41 % gegenüber dem Vorjahr
  • Gewinn je Aktie 2026: 3,41 US‑Dollar, ein weiterer Anstieg um rund 51 % gegenüber 2025

Anleger werden damit genau prüfen, ob Barrick diese ambitionierten Erwartungen bestätigen oder übertreffen kann.

Analysten heben Kursziele an

Mehrere große Investmenthäuser haben ihre Einschätzungen zuletzt nach oben angepasst.

Jefferies

Jefferies bestätigte die Einstufung „Buy“ und erhöhte das Kursziel von 46 auf 55 US‑Dollar. Barrick wurde zudem als „Top Pick“ unter den großen Goldminenwerten hervorgehoben. Begründet wurde dies unter anderem mit attraktiven Bewertungen in der Branche sowie der Aussicht auf steigende Margen und wachsenden Free Cashflow im Jahr 2026.

BNP Paribas Exane

BNP Paribas Exane stufte von „Neutral“ auf „Outperform“ hoch und hob das Kursziel von 34,50 auf 50 US‑Dollar an. Als mögliche Kurstreiber nannte die Bank unter anderem Fortschritte beim CEO-Wechsel, die Lösung offener Themen im Mali-Geschäft sowie die Preliminary Economic Assessment (PEA) für das Fourmile-Projekt.

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UBS

UBS bestätigte ihre Kaufempfehlung und erhöhte das Kursziel von 39 auf 47 US‑Dollar.

National Bankshares

National Bankshares hob das Kursziel von 65 auf 77,50 Kanadische Dollar an und vergab ein „Outperform“-Rating.

Kurs auf 52‑Wochen-Hoch

Die positive Stimmung spiegelt sich auch im Kursverlauf wider. Die Aktie markierte gestern an der Börse in Toronto ein neues 52‑Wochen-Hoch bei 64,73 Kanadischen Dollar, bei einem Handelsvolumen von über 1 Million Aktien. Auf Sicht von zwölf Monaten legte der Titel um rund 164 % zu und übertraf damit den breiteren Goldminen-Sektor deutlich.

An der NYSE werden die Papiere aktuell um 47,27 US‑Dollar gehandelt, was einer Marktkapitalisierung von etwa 75,4 Milliarden US‑Dollar entspricht. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt mit 12,84 leicht unter dem Branchendurchschnitt von 13,47.

Wichtige Kennzahlen für den Februar-Bericht

Mit Blick auf den kommenden Bericht rücken mehrere operative Kennzahlen in den Mittelpunkt:

  • All-in Sustaining Costs (AISC): Im dritten Quartal 2025 lagen die Gesamtkosten je Unze bei 1.538 US‑Dollar. Für das Gesamtjahr peilt das Management 1.460 bis 1.560 US‑Dollar an.
  • Goldproduktion: Die Produktion ging im dritten Quartal im Jahresvergleich um 12 % auf 829.000 Unzen zurück. Für 2025 liegt die Prognose bei 3,15 bis 3,5 Millionen Unzen.
  • Cashflow: Der operative Cashflow kletterte im dritten Quartal auf 2,4 Milliarden US‑Dollar, ein Anstieg um 82 % gegenüber dem Vorquartal.
  • Loulo-Gounkoto (Mali): Die Mine nahm im Dezember 2025 wieder den operativen Betrieb unter Barricks Kontrolle auf.

Diese Kennzahlen werden entscheidend dafür sein, wie nachhaltig die derzeitige Ergebnisdynamik eingeschätzt wird.

Geplante Nordamerika-IPO-Struktur

Der Verwaltungsrat hat im Dezember 2025 das Management beauftragt, einen möglichen Börsengang der nordamerikanischen Goldaktivitäten zu prüfen. Ein Update zu diesem Prozess soll im Rahmen des Earnings Calls am 5. Februar erfolgen.

Das angedachte Konstrukt sieht eine separate börsennotierte Gesellschaft vor, in der unter anderem Barricks Anteile am Nevada-Gold-Mines-Joint-Venture und die Fourmile-Entdeckung gebündelt würden. Barrick würde dabei die Kontrolle behalten.

Ausblick auf den 5. Februar

Der Bericht Anfang Februar gilt als Bewährungsprobe: Das Unternehmen muss zeigen, dass die Rekordpreise am Goldmarkt sich in klar verbesserten operativen Kennzahlen und Ergebnissen niederschlagen. Im Fokus stehen dabei vor allem Kostenentwicklung, Produktionspfad und die Prognose für 2026. Zusätzlich könnte die angekündigte Aktualisierung zur möglichen Nordamerika-IPO-Struktur für neuen Impuls sorgen, je nachdem, wie konkret und attraktiv die Optionen ausfallen.

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