Barrick stellt die Weichen für das neue Jahr – operativ wie strategisch. Anfang Februar legt der Bergbaukonzern seine Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vor, während die Aktie in einem schwankungsreichen Edelmetallumfeld nahe ihrem 52‑Wochen-Hoch notiert. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie gut Barrick den Spagat zwischen klassischem Goldgeschäft und dem Ausbau von „Electrification Metals“ wie Kupfer meistert.

Quartalstermin steht – Marktumfeld bremst

Am 7. Januar hat Barrick seinen Finanzkalender präzisiert: Die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 werden am Donnerstag, den 5. Februar 2026, vor Börsenbeginn in Nordamerika veröffentlicht. Für 11:00 Uhr US-Ostküstenzeit ist eine Live-Webkonferenz geplant, in der das Management die Zahlen und den Ausblick erläutert.

Kurzfristig wird die Aktie weniger von unternehmensspezifischen Nachrichten als vom Umfeld der Edelmetallmärkte gesteuert. Der Goldpreis gab gestern von jüngsten Rekordständen um rund 4.560 US-Dollar je Unze auf etwa 4.460 US-Dollar nach. Auslöser war eine Kombination aus technischen und strukturellen Faktoren:

  • Die Terminbörse CME Group hat die Margin-Anforderungen für Gold- und Silber-Futures angehoben, was zu liquiditätsgetriebenen Verkäufen führte.
  • Wichtige Rohstoffindizes wie der Bloomberg Commodity Index durchlaufen aktuell ihre jährliche Neugewichtung. Der Goldanteil, der zwischenzeitlich über 20 % lag, wird wieder in Richtung der Zielgröße von rund 15 % reduziert. Daraus resultieren geschätzte Verkäufe von etwa 2,4 Millionen Unzen Gold über den Markt hinweg.

Diese Mechanismen belasteten auch Barrick. Die Aktie schwankte im Tagesverlauf deutlich stärker und erholte sich erst gegen Handelsende. Gestern schloss der Titel bei 40,60 Euro und liegt damit nur knapp unter dem jüngsten 52‑Wochen-Hoch.

Strategische Neupositionierung

Abseits der Tagesvolatilität verschiebt sich das Profil des Konzerns schrittweise. Marktanalysen vom 7. Januar betonen, dass Barrick sich zunehmend als diversifizierter Produzent von Metallen der Elektrifizierung positioniert – neben Gold rücken vor allem Kupfer und Silber stärker in den Fokus.

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Im Raum stehen strategische Optionen zur Freisetzung von Wert, darunter die mögliche Abspaltung oder separate Börsennotierung der nordamerikanischen Aktivitäten. Analystenprognosen, die im Artikel zitiert werden, rechnen auf dieser Basis mit spürbarem Wachstum:

  • Erwarteter Umsatz im Jahr 2028: rund 19,4 Mrd. US-Dollar
  • Erwarteter Gewinn 2028: etwa 5,0 Mrd. US-Dollar
  • Erforderliche durchschnittliche jährliche Umsatzwachstumsrate: 11,9 %

Bewertungsseitig ergibt sich damit ein gemischtes Bild. In Nordamerika notiert die Aktie nahe ihrem 52‑Wochen-Hoch, während der von MarketBeat ausgewiesene Analystenkonsens beim Kursziel von 47,17 US-Dollar liegt. Das signalisiert aus Analystensicht eine eher faire Bewertung nach dem Anstieg der vergangenen Monate.

Branchenschwäche nach Rekordjahr

Der aktuelle Druck auf Barrick passt ins Bild der gesamten Branche. Wettbewerber wie Newmont und Agnico Eagle verzeichneten am Mittwoch ebenfalls Rückgänge, während stärker auf Silber fokussierte Gesellschaften wie Pan American Silver zeitweise fast 4 % verloren. Hintergrund ist eine Konsolidierungsphase nach einem außergewöhnlich starken Goldjahr: 2025 legte der Goldpreis um mehr als 60 % zu, Gewinnmitnahmen waren aus Marktsicht naheliegend.

Gleichzeitig bleibt das fundamentale Umfeld für Goldproduzenten solide. Zentralbanken haben ihre Goldkäufe im Jahr 2025 mehr als verdoppelt. Parallel nähren die anhaltenden Sorgen über die US-Staatsverschuldung die Nachfrage nach sicheren Häfen. Barrick kann von diesem Setting profitieren, sofern operative Ziele erreicht und die geplante Ausrichtung auf Elektrifizierungsmetalle konsequent umgesetzt werden.

Kursseitig unterstreichen die Kennzahlen die Stärke des übergeordneten Trends: Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Plus von mehr als 160 %, der Kurs liegt deutlich über dem 200‑Tage-Durchschnitt von 24,62 Euro. Gleichzeitig signalisiert ein 14‑Tage-RSI von 28,4 eine kurzfristig überverkaufte Situation, was die jüngste Konsolidierung nach dem starken Lauf widerspiegelt.

Blick auf den 5. Februar

Der nächste klare Fixpunkt ist die Zahlenvorlage am 5. Februar. Im Fokus stehen dann vor allem die Produktionsmengen des vierten Quartals 2025 sowie aktualisierte Prognosen für die Kupferförderung, die für die künftige Positionierung in Richtung „Electrification Metals“ zentral sind. Aus Anlegersicht wird sich an diesem Tag konkret zeigen, ob Barrick die ambitionierte Wachstumsstory mit belastbaren operativen Daten unterfüttern kann.

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