Barrick treibt seine Kupfer-Expansion voran und räumt parallel einen zentralen geopolitischen Risikofaktor aus dem Weg. Dazu kommt ein außergewöhnlich starkes Goldprojekt in den USA, das die langfristige Produktionsbasis stützt. Wie greifen diese Bausteine zusammen?

Aktuell notiert die Aktie bei 42,99 Euro und damit auf einem neuen 52‑Wochen-Hoch; auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Plus von rund 176 % zu Buche – der Titel hat also bereits deutlich vorgelegt.

Kupferoffensive in Sambia

Für das Lumwana-Projekt in Sambia hat Barrick heute einen wichtigen technischen Schritt bestätigt. Der Konzern setzt dort künftig auf die Concorde-Cell-Flotationstechnologie von Metso, die in die bestehenden TankCell-Anlagen integriert wird.

Ziel ist eine deutlich bessere Ausbeute bei feinen und ultrafeinen Erzpartikeln. Gerade in einem erweiterten „Super-Pit“ ist die Rückgewinnung dieser Fraktionen entscheidend, um die Kapazität voll zu nutzen. Die Technologieentscheidung ist damit mehr als ein technisches Detail: Sie soll helfen, die angepeilte deutliche Steigerung der jährlichen Kupferproduktion zu erreichen.

Damit stärkt Barrick seine Positionierung im Kupfermarkt in einer Phase hoher Nachfrage. Lumwana soll sich zu einem global bedeutenden Kupfer-Asset entwickeln und die bisherige Goldlastigkeit des Konzerns schrittweise ausbalancieren.

Mali-Konflikt beigelegt

Ein wesentlicher Belastungsfaktor für die Aktie ist bereits Ende 2025 entfallen. Der langwierige Streit mit der Regierung Malis wurde im November durch eine endgültige Vereinbarung beendet.

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Barrick zahlt dafür rund 430 Millionen US‑Dollar (244 Milliarden CFA-Franc), erhält im Gegenzug aber Klarheit und Kontrolle:

  • Operatives: Die volle Kontrolle über den Loulo-Gounkoto-Komplex ist wieder bei Barrick.
  • Rechtliches: Alle Anklagen gegen Mitarbeiter wurden fallen gelassen, laufende Schiedsverfahren eingestellt.
  • Produktion: Statt eines dauerhaften Konfliktrisikos steht nun ein stabiler Produktionsausblick für eines der Tier-One-Goldprojekte im Vordergrund.

Für Investoren entfällt damit das Szenario eines schwelenden politischen Dauerkonflikts in einem wichtigen Förderland.

Nevada-Projekt als Qualitätstreiber

Zusätzlichen Rückenwind für die Stimmung liefert die Entwicklung des Fourmile-Projekts in Nevada. Jüngste geologische Bewertungen stützen die Einschätzung, dass es sich um eine der bedeutendsten Goldentdeckungen des Jahrhunderts handeln könnte.

Fourmile kombiniert hohe Erzgehalte mit einer beachtlichen Ressourcengröße und liegt in unmittelbarer Nähe bestehender Infrastruktur. Das senkt potenzielle Entwicklungsrisiken und macht das Projekt zu einem zentralen Baustein der optimistischen Investmentstory.

Im Unterschied zu vielen frühen Explorationsprojekten steht hier eine konkret umrissene, hochgradige Ressource in einer politisch sicheren Region im Fokus. Das stärkt Barricks langfristiges Produktionsprofil deutlich.

Analystenstimmung und Bewertung

Die Summe der jüngsten Fortschritte spiegelt sich auch im Analystenbild wider. Der Konsens für die Barrick-Aktie liegt inzwischen bei „Strong Buy“ – zuvor war die Einstufung eher als „Moderate Buy“ zu werten.

Treiber dieser Einstellungsänderung sind vor allem zwei Punkte: Die geopolitische Entschärfung in Mali und die konsequente Umsetzung der Kupferstrategie in Lumwana. Damit sind zentrale Argumente der Skeptiker deutlich geschwächt.

Fundamental stützen drei Faktoren die aktuelle Bewertung: das technologische Vorankommen in Sambia, die bereinigte Risikolage in Westafrika und das qualitativ herausragende Wachstumspotenzial in Nevada. Sollten diese Projekte planmäßig umgesetzt werden, bleibt die Aktie klar im Spannungsfeld zwischen bereits stark gelaufenen Kursen und einer spürbar verbesserten Unternehmensbasis.

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