Der italienische Raumfahrtspezialist Avio feiert einen wichtigen operativen Durchbruch. Nach dem erfolgreichen Jungfernflug der schweren Ariane-64-Konfiguration und dem Transport von 32 Amazon-Satelliten zeigt die Kurstendenz deutlich nach oben. Kann dieser technische Meilenstein den Aufwärtstrend nun nachhaltig festigen?

Am vergangenen Donnerstag bewies die Ariane 64 ihre volle Leistungsfähigkeit im Erdorbit. Im Rahmen der Mission VA267 wurden erstmals vier P120C-Feststoffbooster gleichzeitig gezündet. Avio fertigt diese zentralen Antriebskomponenten über das Joint Venture Europropulsion. Die Booster arbeiteten über die gesamte Brenndauer von 134 Sekunden fehlerfrei und beförderten eine Rekordlast von rund 21,6 Tonnen ins All.

Weichenstellung für Amazon-Großauftrag

Dieser Erfolg ist eine entscheidende technische Validierung für die Zukunft des Unternehmens. Die vierfache Booster-Konfiguration verdoppelt die Nutzlastkapazität im Vergleich zur kleineren Ariane-Version. Damit ist der Weg frei für die verbleibenden 17 fest geplanten Starts, mit denen Avio das Satelliten-Netzwerk „Project Kuiper“ von Amazon unterstützen wird.

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Zusätzlich zur Antriebstechnik lieferte das Unternehmen die Sauerstoff-Turbopumpen für das Hauptstufentriebwerk Vulcain 2.1. Die Zuverlässigkeit dieser Subsysteme stärkt die Position des Konzerns als unverzichtbarer Partner in der europäischen Raumfahrt.

Markt reagiert mit Kursplus

Die Börse honorierte den Erfolg in Französisch-Guayana umgehend. Am Freitag kletterte die Aktie an der Mailänder Börse um 5,20 Prozent auf 34,40 Euro. Damit erreicht das Unternehmen eine Marktkapitalisierung von rund 1,87 Milliarden Euro.

  • Startdatum: Letzter Donnerstag (Mission VA267)
  • Performance: 32 Amazon-Satelliten ausgesetzt; 4 P120C-Booster validiert
  • Aktienkurs: 34,40 Euro (+5,20 % zum Wochenschluss)
  • Nächster Termin: Außerordentliche Hauptversammlung am 3. März 2026

Neben dem operativen Geschäft rückt nun die strategische Neuausrichtung in den Vordergrund. Für den 3. März ist eine außerordentliche Hauptversammlung angesetzt, um die Satzung anzupassen und den Verwaltungsrat auf neun Mitglieder festzulegen. Diese strukturelle Stabilität soll die Expansion in den USA absichern, wo bereits Verteidigungsverträge mit der US Army und Raytheon bestehen.

Mit der erfolgreichen Mission hat Avio die technische Basis für die langfristige Zusammenarbeit mit Amazon bestätigt. Die kommenden Monate werden zeigen, wie effizient das Unternehmen die Produktion für die restlichen 17 Missionen hochfahren kann. Die außerordentliche Hauptversammlung Anfang März markiert den nächsten Termin für die weitere strategische Ausrichtung.

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