Aventis Energy Aktie: Spekulation vor Bohrstart
Aventis Energy steht vor einem entscheidenden Schritt: Der kanadische Uran-Explorer bereitet seine erste Bohrkampagne auf dem Corvo-Projekt im Athabasca-Becken vor. Mit dem Start der Bohrungen Anfang Februar 2026 rückt ein klarer Kurstreiber in den Fokus. Anleger fragen sich: Trägt die laufende Spekulation, wenn die ersten Ergebnisse auf dem Tisch liegen?
Aktie im Vorfeld des Katalysators
Die Aktie schloss am Freitag bei 0,15 Euro und legte damit im Tagesverlauf moderat zu. Trotz des jüngsten Plus liegt der Kurs rund 65 % unter dem 52‑Wochen-Hoch von 0,42 Euro vom Juli 2025 – die Bewertung spiegelt also weiterhin einen deutlich gedrückten Erwartungslevel wider.
Charttechnisch bewegt sich der Titel damit eher im unteren Bereich seiner Spanne der vergangenen zwölf Monate. Der RSI von 73,3 signalisiert kurzfristig eine bereits recht heiß gelaufene Konstellation, während die hohe annualisierte 30‑Tage-Volatilität von gut 79 % den spekulativen Charakter des Werts unterstreicht.
Corvo-Projekt als zentrales Thema
Operativ dreht sich derzeit fast alles um das Corvo-Uranprojekt in Saskatchewan. Am 13. Januar 2026 meldete Aventis den Abschluss einer hochauflösenden Gravimetrie-Untersuchung über mehr als 29 Kilometer elektromagnetischer Leiterstrukturen. Damit ist die geophysikalische Vorbereitung abgeschlossen – die nächste Stufe sind nun die Bohrungen.
Besonders bemerkenswert: Auf der Corvo-Liegenschaft wurde seit über 40 Jahren nicht mehr gebohrt. Gleichzeitig liegt das Projekt nur rund 60 Kilometer östlich der McArthur-River-Mine von Cameco und etwa 45 Kilometer nordöstlich der Gemini-Mineralisierungszone von Atha Energy – also in einem etablierten Uran-Hotspot.
Eckdaten des Bohrprogramms
Die anstehende Winterkampagne ist vollständig finanziert und soll in der ersten Februarwoche 2026 starten. Geplant ist ein konzentriertes Erstprogramm:
- Geplante Bohrmetern: 2.500–3.000 Meter
- Anzahl der Bohrlöcher: 8–10
- Zieltiefe: weniger als 200–300 Meter unter Oberfläche
- Hauptziel: die bislang ungetestete „Manhattan Showing“
- Historische Oberflächenproben: bis zu 8,10 % U₃O₈ bei Manhattan
Damit setzt Aventis klar auf die Chance, oberflächennahe, hochgradige Uranmineralisierung nachzuweisen. Gelingt dies, hätte das Potenzial, die Wahrnehmung des Projekts und damit die Bewertung des Unternehmens deutlich zu verändern.
Finanzierung und Umsetzung gesichert
Wichtig für die Glaubwürdigkeit des Plans: Die Explorationsarbeiten sind vollständig durch eine Flow-Through-Privatplatzierung abgesichert, die Ende 2025 abgeschlossen wurde. Aventis kann damit 100 % des Programms finanzieren und zugleich die Ausgabenvorgaben des Optionsabkommens mit Standard Uranium für das erste Jahr erfüllen.
Operativ wurden alle wesentlichen Dienstleister bereits beauftragt. Die Diamantbohrteams sind im Januar 2026 damit beschäftigt, den Zugang zum Projekt zu schaffen und die Logistik für den Kampagnenstart zu organisieren. Verzögerungen durch fehlende Mittel oder fehlende Kapazitäten sind damit aus heutiger Sicht unwahrscheinlich – der Fahrplan hängt primär von operativen Abläufen und Wetterbedingungen ab.
Bewertung spiegelt Frühphasenstatus wider
Unternehmensseitig befindet sich Aventis klar in der Explorationsphase ohne laufende Einnahmen. Das schlägt sich in den Kennzahlen nieder:
- Ergebnis je Aktie (TTM): -0,03 CAD
- Jahresergebnis (GJ): -1,54 Mio. CAD
- Enterprise Value: 16,70 Mio. CAD
- Umsatz: keiner
Die Bewertung beruht damit vollständig auf der Erwartung zukünftiger Funde und der Möglichkeit, Ressourcen auf den Uran- und Kupferprojekten nachzuweisen. Klassische Bewertungskennzahlen wie KGV oder Umsatzmultiples spielen hier keine Rolle; entscheidend sind Geologie, Projektfortschritt und Daten aus dem Bohrkern.
Kurzfristige Perspektive: Alles hängt an den Bohrergebnissen
In den kommenden Wochen wird sich der Kursverlauf im Wesentlichen an zwei Faktoren orientieren: Erstens daran, ob Aventis den eng gesteckten Zeitplan für die Bohrkampagne einhält. Zweitens – und deutlich wichtiger – an den Laborergebnissen, die auf die Bohrungen folgen.
Bestätigen die Bohrkerne hochgradige, im Grundgebirge gelagerte Uranmineralisierung in der Tiefe, könnte das Corvo-Projekt in eine andere Größenordnung rücken und eine Neubewertung der Aktie nach oben auslösen. Fallen die Ergebnisse dagegen enttäuschend aus und bleiben hochgradige Zonen aus, dürfte ein Teil der aktuell eingepreisten Spekulation wieder aus dem Kurs weichen. Für Anleger bedeutet das: Die zentrale Wegmarke ist der Start der Bohrungen Anfang Februar und die daran anschließende Flut an Daten aus dem Feld- und Laborbetrieb.
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