Die ASML-Aktie kennt derzeit nur eine Richtung: nach oben. Kurz vor den mit Spannung erwarteten Quartalszahlen heizen Analysten die Stimmung weiter an und schrauben ihre Kursziele in die Höhe. Doch angesichts der bereits sportlichen Bewertung und der massiven Kursgewinne der letzten Wochen mischen sich auch erste Warnstimmen in den Chor der Optimisten.

Bernstein sieht weiteres Potenzial

Den jüngsten Impuls lieferte das Analysehaus Sanford C. Bernstein am Donnerstag. Die Experten bestätigten ihre "Outperform"-Einstufung und hoben das Kursziel spürbar von 1.528 auf 1.642 US-Dollar an. Dies impliziert vom aktuellen Niveau aus ein weiteres Aufwärtspotenzial von rund 18 Prozent.

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Hintergrund für den Optimismus ist die Investitionsfreude in der Branche. Analysten werten die starken Ausblick-Daten des wichtigen Kunden TSMC als klares Kaufsignal für den Sektor der Halbleiterausrüster. Diese Zuversicht teilen auch JPMorgan und UBS, die ihre Kaufempfehlungen für den Marktführer im Bereich der EUV-Lithografie bekräftigten.

Institutionelle Anleger greifen zu

Nicht nur Analysten, auch große Vermögensverwalter positionieren sich offensichtlich für eine Fortsetzung des Trends. Daten zeigen, dass institutionelle Investoren ihre Bestände zuletzt deutlich aufgestockt haben. So erhöhte beispielsweise Naples Global Advisors seine Anteile im dritten Quartal um über 50 Prozent. Auch Vontobel und Vanguard bauten ihre Positionen weiter aus. Mittlerweile befinden sich gut 26 Prozent der ausstehenden Aktien in den Händen institutioneller Anleger.

Bewertung mahnt zur Vorsicht

Die Rally hat jedoch ihren Preis. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von fast 57 und einem Forward-KGV von über 44 notiert das Papier deutlich über dem Durchschnitt der Halbleiter-Ausrüsterbranche. Das ruft Skeptiker auf den Plan: So stufte Grupo Santander die Aktie kürzlich auf "Underperform" herab und verwies auf divergierende Markteinschätzungen, die kurzfristig zu Volatilität führen könnten. Auch Jefferies und die DZ Bank mahnen zur Zurückhaltung und sehen nach dem Kursanstieg von fast 28 Prozent im letzten Monat nur noch begrenztes Aufwärtspotenzial.

Zahlenwerk als Richtungsweiser

Die Nagelprobe steht unmittelbar bevor. Am kommenden Dienstag, den 28. Januar, öffnet der niederländische Konzern seine Bücher für das vierte Quartal. Der Markt erwartet ein starkes Ergebnis mit einem Gewinn je Aktie von 8,84 US-Dollar, was einem Zuwachs von gut 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspräche. Beim Umsatz rechnen Analysten mit 11,06 Milliarden US-Dollar. Angesichts der Positionierung der Aktie exakt am 52-Wochen-Hoch von 1.395 US-Dollar lassen diese Erwartungen wenig Raum für Enttäuschungen.

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