Die Amrize-Aktie legte gestern um 5,9 Prozent zu – obwohl das Unternehmen die Erwartungen im vierten Quartal verfehlte. Der Gewinn je Aktie fiel mit 0,62 Dollar niedriger aus als die von Analysten erwarteten 0,65 Dollar. Auch beim Umsatz blieb das Unternehmen mit 2,84 Milliarden Dollar hinter den Konsensschätzungen von 2,93 Milliarden Dollar zurück.

Doch Anleger schauten über die schwachen Zahlen hinweg. Im Fokus stand stattdessen der optimistische Ausblick auf 2026: Amrize peilt einen Umsatz zwischen 12,29 und 12,52 Milliarden Dollar an – genau im Rahmen der Erwartungen. Das bereinigte EBITDA soll um 8 bis 11 Prozent zulegen.

Baumaterialien überzeugen, Dächer schwächeln

Das Segment Building Materials zeigte im vierten Quartal Stärke: Der Umsatz stieg um 3,9 Prozent auf 2,16 Milliarden Dollar. Das bereinigte EBITDA kletterte sogar um 5,9 Prozent auf 705 Millionen Dollar. Zementvolumen legten um 3,6 Prozent zu, bei Zuschlagstoffen waren es 3,0 Prozent.

Anders das Bild bei Building Envelope: Hier brachen die Erlöse um 11,8 Prozent auf 678 Millionen Dollar ein. Verantwortlich war die schwache Nachfrage im Wohnungsbau-Dachgeschäft, während kommerzielle Reparatur- und Sanierungsarbeiten robust blieben.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Amrize?

Milliarden für Aktionäre

Amrize kündigte ein umfassendes Aktionärsprogramm an: Der Vorstand genehmigte ein Aktienrückkaufprogramm über eine Milliarde Dollar mit zwölfmonatiger Laufzeit. Hinzu kommt eine Sonderdividende von 0,44 Dollar je Aktie sowie eine reguläre Jahresdividende in gleicher Höhe, zahlbar in vierteljährlichen Raten. Die Ausschüttungen stammen aus Kapitalrücklagen und unterliegen keiner Schweizer Quellensteuer.

Die Bilanz gibt Spielraum: Ende 2025 verfügte Amrize über 1,92 Milliarden Dollar Cash. Die Nettoverschuldung sank auf 3,35 Milliarden Dollar – das entspricht einem Verschuldungsgrad von 1,1x gegenüber 1,7x Ende September 2025.

Der freie Cashflow belief sich im Gesamtjahr 2025 auf 1,46 Milliarden Dollar. Für 2026 plant das Unternehmen Investitionen von 900 Millionen Dollar, verglichen mit 788 Millionen Dollar im Vorjahr. Mit der Übernahme von PB Materials, dem führenden Zuschlagstoffanbieter in West-Texas, will Amrize seine Präsenz in wachstumsstarken Märkten ausbauen. Der Abschluss wird im ersten Quartal erwartet.

Das Effizienzprogramm ASPIRE zeigt erste Erfolge: Im vierten Quartal realisierte Amrize bereits Einsparungen. Für 2026 strebt das Unternehmen eine Margenausweitung von 70 Basispunkten an. Bis 2028 sollen Synergien von über 250 Millionen Dollar erreicht werden.

Amrize-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Amrize-Analyse vom 18. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Amrize-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Amrize-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Amrize: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...