Die AMD-Aktie schnellt vorbörslich über die kritische 225-Dollar-Marke. Verantwortlich dafür: Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC) hat soeben seine Investitionspläne drastisch nach oben geschraubt – und damit der gesamten Chipbranche einen Schub verpasst. Da TSMC die Prozessoren für AMD fertigt, sind deren Rekordprognosen ein direkter Indikator für die Auftragslage des Halbleiterproduzenten.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache

TSMC will 2026 zwischen 52 und 56 Milliarden Dollar investieren – deutlich mehr als die 40,9 Milliarden des Vorjahres. Diese massiven Ausgaben signalisieren volle Auftragsbücher. Für AMD bedeutet das: Die Nachfrage nach EPYC-Serverprozessoren und Instinct-KI-Beschleunigern läuft auf Hochtouren.

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Die Aktie notiert aktuell bei 223,60 Dollar – ein Plus von über 86 Prozent binnen Jahresfrist. Wells Fargo setzt das Kursziel unverändert bei 345 Dollar an, was einem Aufwärtspotenzial von rund 55 Prozent entspricht. Das Finanzhaus nennt AMD seinen Top-Pick für 2026.

Kann der Ausbruch diesmal gelingen?

Ende Oktober kratzte der Titel bereits am Allzeithoch, nur um danach wieder abzurutschen. Es folgte eine zähe Seitwärtsbewegung mit Fehlausbruch. Als High-Beta-Wert reagiert AMD besonders sensibel auf Stimmungsschwankungen im Halbleitersektor – ein Grund für die Achterbahnfahrt der vergangenen Wochen.

Charttechnisch bleibt das bullische Szenario intakt, solange die 215-Dollar-Schwelle hält. Ein nachhaltiger Sprung über 225 Dollar würde den Weg zum alten Rekordstand freimachen. Ein Rückfall unter 215 Dollar hingegen könnte eine Korrektur bis in den Bereich von 195 bis 200 Dollar auslösen.

Analysten überschlagen sich mit Lobeshymnen

In den vergangenen Tagen hat sich eine regelrechte Welle an Hochstufungen über AMD ergossen. Neben Wells Fargo haben auch KeyBanc und weitere führende Investmenthäuser den Chiphersteller als einen ihrer Favoriten für 2026 ausgerufen. Die Argumente: anhaltende CPU-Dominanz, Marktanteilsgewinne und eine sich verstärkende Position im KI-Geschäft mit der Datacenter-GPU-Palette und der Helios-Systemstrategie.

Wells Fargo traut AMD zu, bis Ende 2029 einen Gewinn je Aktie von über 20 Dollar zu erzielen. Diese Projektion könnte im Laufe des Jahres 2026 immer greifbarer werden, zumal die Nachfrage nach Rechenleistung in Rechenzentren ungebremst bleibt. Das aktuelle KGV von 116 mag hoch erscheinen – doch die Bullen setzen darauf, dass das rasante Wachstum diese Bewertung rechtfertigt.

Doch nicht alles läuft rund

Kürzlich sorgte die Ankündigung von OpenAI für Irritationen: Der KI-Vorreiter ging eine milliardenschwere Partnerschaft mit dem Startup Cerebras Systems ein. Bis 2028 sollen Cerebras-Chips in die Infrastruktur von OpenAI integriert werden – ein Deal im zweistelligen Milliardenbereich. Das könnte OpenAIs Abhängigkeit von AMD-Hardware verringern und belastet den Kurs kurzfristig.

Gleichzeitig hat AMD eine strategische Allianz mit Tata Consultancy Services geschlossen, um KI-Lösungen für Unternehmen zu entwickeln. Die beiden Partner wollen in Talententwicklung und Zertifizierungsprogramme investieren, um die Expertise in AMD-Technologien zu vertiefen.

Am 3. Februar steht die nächste Quartalsbilanz an. Bis dahin dürfte die TSMC-Euphorie den Titel stützen – vorausgesetzt, die Marktstimmung kippt nicht erneut.

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